Alte, zugige Fenster können zu einer echten Belastung werden – sowohl für den Wohnkomfort als auch für die Haushaltskasse. Hohe Heizkosten, Zugluft, Lärm von draußen und beschlagene Scheiben sind nur einige der Probleme, die veraltete Fenster mit sich bringen. Doch wann lohnen sich neue Fenster wirklich? Diese Frage beschäftigt viele Hausbesitzer, die vor der Entscheidung stehen, ob eine Investition in moderne Fenster sinnvoll ist. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über die wichtigsten Anzeichen für einen Fenstertausch, die zu erwartenden Kosten und welche attraktiven Fördermöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.
Die Entscheidung für neue Fenster sollte gut durchdacht sein, denn sie stellt eine beachtliche Investition dar. Gleichzeitig bieten moderne Fenster enorme Einsparpotenziale bei den Energiekosten und steigern den Wert Ihrer Immobilie erheblich. Mit den richtigen Informationen können Sie fundiert entscheiden, ob und wann der richtige Zeitpunkt für einen Fenstertausch gekommen ist.
Die wichtigsten Anzeichen: Wann sollten Fenster ausgetauscht werden?
Es gibt mehrere deutliche Warnsignale, die darauf hinweisen, dass Ihre Fenster das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Das Erkennen dieser Anzeichen hilft Ihnen dabei, rechtzeitig zu handeln, bevor größere Schäden oder unnötig hohe Energieverluste entstehen.
Alter der Fenster als entscheidender Faktor
Das Alter Ihrer Fenster ist oft der wichtigste Indikator dafür, ob ein Austausch sinnvoll ist. Fenster, die vor 1995 eingebaut wurden, entsprechen in der Regel nicht mehr den heutigen energetischen Standards. Damals wurden überwiegend Fenster mit Einfachverglasung oder einfacher Zweifachverglasung verbaut, deren Dämmwerte aus heutiger Sicht unzureichend sind. Moderne Fenster mit Dreifachverglasung erreichen U-Werte von 0,5 bis 0,8 W/(m²K), während alte Fenster oft Werte von 2,5 bis 5,0 W/(m²K) aufweisen. Diese Differenz macht sich deutlich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Mehr zum Thema U-Wert Fenster erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Zugluft und undichte Stellen
Spürbare Zugluft rund um die Fensterrahmen ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Dichtungen porös geworden sind oder das Fenster sich verzogen hat. Häufig lässt sich dies mit einem einfachen Test überprüfen: Halten Sie eine brennende Kerze an den Fensterrahmen – flackert die Flamme, dringt Luft ein. Solche undichten Fenster führen zu erheblichen Wärmeverlusten. In manchen Fällen können Sie die Fensterdichtungen erneuern, doch bei älteren Fenstern ist ein kompletter Austausch oft die wirtschaftlichere Lösung.
Kondenswasser und Schimmelbildung
Wenn sich regelmäßig Kondenswasser am Fenster bildet, deutet dies auf eine unzureichende Isolierung hin. Besonders problematisch wird es, wenn sich daraus Schimmel am Fenster entwickelt, der nicht nur unschön aussieht, sondern auch gesundheitsgefährdend ist. Moderne Fenster mit Warmer Kante-Technologie verhindern solche Probleme durch verbesserte Randverbunde, die Kältebrücken minimieren.
Funktionsstörungen und Bedienprobleme
Lassen sich Ihre Fenster nur noch schwer öffnen oder schließen? Klemmen die Beschläge oder müssen Sie beim Schließen kräftig nachdrücken? Diese Funktionsstörungen sind nicht nur lästig, sondern gefährden auch die Einbruchsicherheit. Während kleinere Probleme durch das Fenster Einstellen behoben werden können, weisen massive Bedienprobleme oft auf strukturelle Schäden hin, die einen Austausch notwendig machen.
Schlechte Schalldämmung
Wenn Straßenlärm, Fluglärm oder andere Außengeräusche Ihren Wohnkomfort erheblich beeinträchtigen, bieten alte Fenster meist keine ausreichende Schalldämmung mehr. Moderne Schallschutzfenster mit speziellen Verglasungen können den Lärmpegel um bis zu 50 Dezibel reduzieren – ein enormer Gewinn an Lebensqualität.

Wann lohnen sich neue Fenster? Eine wirtschaftliche Betrachtung
Die Frage „Wann lohnen sich neue Fenster?“ lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Eine fundierte Entscheidung erfordert eine Abwägung zwischen Investitionskosten, Einsparpotenzial und persönlichen Prioritäten.
Energieeinsparpotenzial realistisch kalkulieren
Das größte Argument für neue Fenster ist das Energieeinsparpotenzial. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 20 Quadratmetern Fensterfläche und alten Fenstern (U-Wert 2,8) können Sie durch moderne Fenster (U-Wert 0,7) jährlich etwa 15 bis 25 Prozent der Heizkosten einsparen. Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr bedeutet dies eine Einsparung von 3.000 bis 5.000 kWh. Bei aktuellen Energiepreisen entspricht das einer jährlichen Ersparnis von 300 bis 600 Euro. Über eine Nutzungsdauer von 30 Jahren summiert sich dies auf 9.000 bis 18.000 Euro – ohne Berücksichtigung steigender Energiepreise. Diese Rechnung zeigt: Wann lohnen sich neue Fenster aus wirtschaftlicher Sicht? Spätestens dann, wenn die Amortisationszeit unter 15 Jahren liegt, was bei alten Fenstern fast immer der Fall ist.
Immobilienwert und Verkaufsabsicht
Planen Sie, Ihre Immobilie in den nächsten Jahren zu verkaufen? Dann können neue Fenster den Verkehrswert erheblich steigern. Potenzielle Käufer achten zunehmend auf die energetische Qualität eines Hauses, und moderne Fenster sind ein wichtiges Verkaufsargument. Der Energieausweis profitiert von besseren Fenstern, was die Immobilie in eine höhere Effizienzklasse bringen kann. Experten schätzen, dass neue Fenster den Immobilienwert um 3 bis 5 Prozent steigern können. Bei einem Hauswert von 400.000 Euro entspricht dies einem Wertzuwachs von 12.000 bis 20.000 Euro – oft mehr als die Investitionskosten für die neuen Fenster.
Geplante Sanierungsmaßnahmen
Wann lohnen sich neue Fenster besonders? Wenn Sie ohnehin eine Altbausanierung oder Fassadensanierung planen, ist der gleichzeitige Fenstertausch fast immer sinnvoll. Bei einer energetischen Sanierung greifen verschiedene Maßnahmen optimal ineinander: Neue Fenster müssen perfekt mit der Fassadendämmung abgestimmt werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Wer Fenster und Fassade gemeinsam saniert, spart nicht nur Gerüstkosten, sondern erreicht auch die besten Dämmwerte. Zudem sind die Fördersätze bei Komplettsanierungen oft deutlich höher.
Wohnkomfort als Entscheidungskriterium
Nicht alle Vorteile neuer Fenster lassen sich in Euro und Cent beziffern. Moderne Fenster bieten einen deutlich höheren Wohnkomfort: keine kalten Zugluftströme mehr, keine beschlagenen Scheiben, deutlich weniger Außenlärm und ein angenehmeres Raumklima. Besonders in Schlafzimmern oder Arbeitszimmern zur Straßenseite hin kann die verbesserte Schalldämmung die Lebensqualität erheblich steigern. Auch die leichtgängige Bedienung moderner Beschläge und die erhöhte Einbruchsicherheit durch RC2-zertifizierte Fenster sind Aspekte, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten.
Fördermittel als Wirtschaftlichkeitsfaktor
Ein entscheidender Faktor bei der Frage „Wann lohnen sich neue Fenster?“ sind die verfügbaren Fördermittel. Die KfW-Förderung für Fenster und die BAFA-Förderung für Fenster können die Nettoinvestitionskosten um 15 bis 20 Prozent reduzieren. Bei einem Projekt von 15.000 Euro können Sie so 2.250 bis 3.000 Euro Zuschuss erhalten. Dies verkürzt die Amortisationszeit erheblich und macht den Fenstertausch deutlich attraktiver. Wichtig ist, dass Sie die Förderung vor Beginn der Maßnahme beantragen und die Mindestanforderungen an den U-Wert erfüllen.
Kostenübersicht: Was kosten neue Fenster wirklich?
Die neuen Fenster Kosten variieren erheblich je nach Material, Größe, Ausstattung und Einbauart. Eine realistische Kosteneinschätzung ist essentiell, um zu beurteilen, wann lohnen sich neue Fenster aus finanzieller Sicht.
Materialien und ihre Preisunterschiede
Die Wahl des Rahmenmaterials hat den größten Einfluss auf die Fensterkosten. Kunststofffenster sind die günstigste Option und kosten für ein Standardfenster (1,3 x 1,3 m) mit Dreifachverglasung zwischen 400 und 600 Euro. Sie bieten eine gute Wärmedämmung, sind pflegeleicht und langlebig. Wer sich für Holzfenster kaufen entscheidet, muss mit 600 bis 900 Euro pro Fenster rechnen. Holzfenster punkten mit natürlicher Optik und hervorragenden Dämmeigenschaften, benötigen aber regelmäßige Pflege. Aluminiumfenster liegen im oberen Preissegment bei 700 bis 1.200 Euro, bieten dafür aber maximale Stabilität, moderne Optik und minimalen Wartungsaufwand. Holz-Aluminium-Fenster als Premium-Variante kosten 900 bis 1.500 Euro, vereinen aber die Vorteile beider Materialien.
Einbaukosten und Montagearten
Die reinen Materialkosten sind nur ein Teil der Gesamtinvestition. Die Fenstermontage Kosten liegen in der Regel zwischen 100 und 300 Euro pro Fenster, abhängig von der Größe, der Zugänglichkeit und der Einbauart. Bei einer RAL-Montage, die höchsten Qualitätsstandards entspricht und optimal gedämmt ist, können die Einbaukosten auch höher ausfallen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 15 Fenstern sollten Sie also 1.500 bis 4.500 Euro zusätzlich für die Montage einkalkulieren. Der Einbau durch einen Fachbetrieb ist dringend zu empfehlen, da nur so die Herstellergarantie erhalten bleibt und eine fachgerechte, dichte Montage gewährleistet ist.
Sonderformen und Zusatzausstattung
Standardfenster sind deutlich günstiger als Sonderformen. Rundbogenfenster, bodentiefe Fenster oder Panoramafenster können 30 bis 80 Prozent teurer sein als vergleichbare Standardfenster. Auch die Zusatzausstattung schlägt zu Buche: Schallschutzverglasungen kosten etwa 80 bis 150 Euro Aufpreis pro Fenster, einbruchhemmende RC2-Beschläge etwa 100 bis 200 Euro zusätzlich. Abschließbare Fenstergriffe als zusätzliche Sicherheit kosten 20 bis 50 Euro pro Fenster. Elektrische Rollläden zum Nachrüsten erhöhen die Kosten um weitere 200 bis 400 Euro pro Fenster.
Gesamtkostenbeispiel für ein Einfamilienhaus
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 15 Standardfenstern (durchschnittlich 1,3 x 1,3 m) ergeben sich folgende Gesamtkosten: Bei Kunststofffenstern mit Dreifachverglasung liegen die Materialkosten bei etwa 7.500 Euro (15 x 500 Euro), die Montagekosten bei etwa 3.000 Euro (15 x 200 Euro), Entsorgung der Altfenster bei etwa 500 Euro. Insgesamt also rund 11.000 Euro. Bei Holzfenstern würden die Gesamtkosten bei etwa 14.000 bis 16.000 Euro liegen, bei Aluminiumfenster bei 16.000 bis 20.000 Euro. Diese Zahlen verdeutlichen: Die Frage „Wann lohnen sich neue Fenster?“ hängt stark vom gewählten Material ab, wobei auch günstigere Kunststofffenster hervorragende Dämmeigenschaften bieten können.

Sparpotenziale beim Fensterkauf
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für neue Fenster zu reduzieren, ohne bei der Qualität Kompromisse einzugehen. Der Kauf von Fenstern vom Hersteller ohne Zwischenhändler kann 20 bis 30 Prozent Kostenersparnis bedeuten. Online-Anbieter wie Fensterhero ermöglichen es, Fenster zu konfigurieren und direkt beim Hersteller zu bestellen. Ein Fenster Online Konfigurator hilft dabei, verschiedene Optionen zu vergleichen und den besten Preis zu finden. Auch der Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich: Die Preisspanne kann zwischen Anbietern um bis zu 40 Prozent variieren. Wer zeitlich flexibel ist, kann von saisonalen Aktionen profitieren – viele Hersteller bieten in den Wintermonaten Rabatte an.
Förderungen richtig nutzen
Fördermittel können die Nettoinvestitionskosten erheblich senken. Die aktuellen Programme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern den Austausch alter Fenster gegen neue, energieeffiziente Fenster mit bis zu 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei der KfW gibt es zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse im Rahmen der Programme für KfW Effizienzhaus-Standards. Wichtig: Die Förderung muss vor Beginn der Maßnahme beantragt werden, und die neuen Fenster müssen bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen (meist ein U-Wert von maximal 0,95 W/(m²K)). Ein zertifizierter Energieberater kann bei der Antragstellung helfen und ist für manche Förderprogramme sogar Voraussetzung. Die Kosten für die Energieberatung werden teilweise ebenfalls gefördert.
Förderungsmöglichkeiten im Detail
Um die Frage „Wann lohnen sich neue Fenster?“ abschließend zu beantworten, ist ein Blick auf die umfangreichen Fördermöglichkeiten unerlässlich. Diese können die wirtschaftliche Attraktivität eines Fenstertauschs deutlich verbessern.
BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert den Austausch von Fenstern als Einzelmaßnahme im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM). Die Förderquote beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten, die neben den Materialkosten auch Planungs-, Montage- und Entsorgungskosten umfassen. Bei einer Gesamtinvestition von 15.000 Euro erhalten Sie also 2.250 Euro Zuschuss. Maximal sind pro Wohneinheit Kosten von bis zu 60.000 Euro förderfähig. Technische Voraussetzung ist ein Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) – ein Wert, den moderne Dreifachverglasungen problemlos erfüllen. Der Antrag muss vor Vertragsabschluss mit dem Handwerker gestellt werden, und die Durchführung muss durch einen Fachbetrieb erfolgen.
KfW-Programme für umfassende Sanierungen
Wer im Rahmen einer umfassenden Sanierung zum KfW-Effizienzhaus seine Fenster austauscht, kann von noch höheren Förderungen profitieren. Das KfW-Programm 261 bietet zinsgünstige Kredite bis 150.000 Euro pro Wohneinheit plus einem Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent, abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard. Bei Sanierung zum Effizienzhaus 85 gibt es 5 Prozent Tilgungszuschuss, bei Effizienzhaus 55 bereits 15 Prozent. Diese Programme lohnen sich besonders, wenn ohnehin mehrere energetische Maßnahmen geplant sind, etwa zusätzlich eine Fassadendämmung oder eine neue Heizung.
Regionale und kommunale Förderprogramme
Neben den bundesweiten Programmen bieten viele Bundesländer, Städte und Kommunen eigene Förderprogramme an. Diese können mit den Bundesprogrammen kombiniert werden und die Förderquote weiter erhöhen. So gibt es beispielsweise in Bayern das 10.000-Häuser-Programm, in Baden-Württemberg das L-Bank-Wohnraumförderungsprogramm oder in NRW die progres.nrw-Förderung. Die Konditionen variieren stark, oft sind die Mittel begrenzt und schnell ausgeschöpft. Eine frühzeitige Recherche und Antragstellung ist daher empfehlenswert. Ihre lokale Energieberatungsstelle oder die Verbraucherzentrale können über regionale Programme informieren.
Steuerliche Absetzbarkeit
Seit 2020 können energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutzten Wohngebäuden, die älter als 10 Jahre sind, steuerlich geltend gemacht werden. Sie können 20 Prozent der Aufwendungen über drei Jahre verteilt von der Steuerschuld abziehen: im ersten und zweiten Jahr jeweils 7 Prozent (maximal 14.000 Euro pro Jahr), im dritten Jahr 6 Prozent (maximal 12.000 Euro). Insgesamt sind bis zu 40.000 Euro Sanierungskosten pro Objekt absetzbar. Diese steuerliche Förderung ist eine Alternative zu BAFA- oder KfW-Programmen und kann besonders interessant sein, wenn die Voraussetzungen für andere Förderungen nicht erfüllt sind. Wichtig: Sie müssen sich zwischen steuerlicher Absetzbarkeit und BAFA/KfW-Förderung entscheiden – eine Kombination ist nicht möglich.
Voraussetzungen für Fördermittel
Um Fördermittel zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Technisch müssen die neuen Fenster bestimmte U-Werte unterschreiten – meist 0,95 W/(m²K) für Fenster. Formal muss die Durchführung durch einen Fachbetrieb erfolgen, und bei vielen Programmen ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten erforderlich, der die Maßnahme plant und die Einhaltung der technischen Anforderungen bestätigt. Der Antrag muss immer vor Beginn der Maßnahme gestellt werden – bereits unterschriebene Verträge oder begonnene Arbeiten führen zur Ablehnung. Planen Sie daher den Förderantrag frühzeitig ein und lassen Sie sich professionell beraten.

Praktische Tipps für die Entscheidungsfindung
Nachdem wir die technischen, wirtschaftlichen und fördertechnischen Aspekte beleuchtet haben, möchten wir Ihnen abschließend praktische Tipps geben, die Ihnen bei der Entscheidung helfen.
Der richtige Zeitpunkt für den Fenstertausch
Wann lohnen sich neue Fenster vom Timing her? Grundsätzlich ist ein Fenstertausch das ganze Jahr über möglich, allerdings gibt es günstigere Zeitpunkte. Die Frühjahrs- und Herbstmonate bieten meist moderate Temperaturen, die die Montage erleichtern. Im Winter kann es zu längeren Lieferzeiten kommen, da viele Hausbesitzer dann sanieren möchten, um im nächsten Winter von den neuen Fenstern zu profitieren. Wirtschaftlich gesehen lohnt es sich oft, außerhalb der Hauptsaison zu kaufen, wenn Hersteller Rabatte gewähren. Planen Sie mindestens drei Monate Vorlauf ein: für Beratung, Angebotsvergleich, Förderantrag, Produktion und Montage.
Schrittweise Sanierung oder Kompletttausch?
Müssen alle Fenster auf einmal getauscht werden? Grundsätzlich ist auch eine schrittweise Sanierung möglich, etwa indem Sie zunächst die Fenster auf der Nordseite oder die ältesten Fenster austauschen. Allerdings ist ein Kompletttausch meist wirtschaftlicher: Sie sparen Anfahrtskosten, können bessere Mengenrabatte aushandeln und profitieren von höheren Fördersätzen. Auch technisch ist eine ganzheitliche Lösung oft besser, da alle Fenster dann den gleichen Dämmstandard haben und optisch einheitlich wirken. Eine Ausnahme bilden denkmalgeschützte Gebäude, bei denen nur einzelne Fenster ersetzt werden dürfen.
Qualität vor Preis
Bei der Frage „Wann lohnen sich neue Fenster?“ sollte die Qualität immer Vorrang vor dem niedrigsten Preis haben. Fenster sind eine langfristige Investition mit einer Nutzungsdauer von 30 bis 40 Jahren. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle: Billigfenster mit schlechten Dämm- und Dichtungswerten oder minderwertigen Beschlägen verursachen auf lange Sicht höhere Kosten durch Wärmeverluste und häufigere Reparaturen. Achten Sie auf Qualitätssiegel wie das RAL-Gütezeichen oder die CE-Kennzeichnung. Ein Fenster Vergleich verschiedener Anbieter hilft, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Professionelle Beratung nutzen
Lassen Sie sich von mehreren Anbietern beraten und holen Sie mindestens drei Angebote ein. Eine Energieberatung Haus durch einen zertifizierten Energieberater kostet zwar 500 bis 1.000 Euro, kann aber helfen, die optimale Lösung für Ihr Gebäude zu finden und Fehler zu vermeiden. Zudem ist die Energieberatung selbst förderfähig. Der Berater erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan, der alle sinnvollen Maßnahmen priorisiert und deren Wirtschaftlichkeit berechnet. So können Sie fundiert entscheiden, ob neben den Fenstern auch andere Maßnahmen wie eine Dämmung der Fassade oder des Daches sinnvoll sind.
Auf Einbruchschutz und Sicherheit achten
Moderne Fenster bieten nicht nur bessere Dämmwerte, sondern auch deutlich mehr Sicherheit. Achten Sie beim Neukauf auf einbruchhemmende Ausstattung mindestens nach RC2-Standard, besonders bei ebenerdigen Fenstern und leicht erreichbaren Fenstern im Obergeschoss. RC2 Fenster verfügen über spezielle Beschläge, Pilzkopfverriegelungen und teils durchwurfhemmende Verglasungen. Die Mehrkosten von 100 bis 200 Euro pro Fenster sind gut investiert und können sogar zu Rabatten bei der Hausratversicherung führen. Auch die KfW fördert einbruchhemmende Maßnahmen mit bis zu 1.600 Euro Zuschuss.
Wartung und Pflege einplanen
Damit Ihre neuen Fenster ihre Funktion über Jahrzehnte erfüllen, ist regelmäßige Wartung wichtig. Mindestens einmal jährlich sollten Sie die Dichtungen prüfen und mit speziellem Pflegemittel behandeln, die Beschläge ölen und die Entwässerungsöffnungen reinigen. Bei Holzfenstern ist alle 5 bis 7 Jahre ein neuer Anstrich erforderlich. Die Holzfenster lackieren Kosten liegen bei etwa 80 bis 150 Euro pro Fenster, wenn Sie einen Fachmann beauftragen. Kunststoff- und Aluminiumfenster sind deutlich pflegeleichter und benötigen nur gelegentliche Reinigung.
Fazit: Wann lohnen sich neue Fenster wirklich?
Nach dieser umfassenden Betrachtung lässt sich die Frage „Wann lohnen sich neue Fenster?“ differenziert beantworten: Ein Fenstertausch lohnt sich praktisch immer, wenn Ihre Fenster älter als 25 Jahre sind, sichtbare Schäden aufweisen oder einen U-Wert über 1,3 W/(m²K) haben. Die Investition amortisiert sich durch Heizkosteneinsparungen meist innerhalb von 10 bis 15 Jahren – bei Berücksichtigung von Fördermitteln oft schon nach 8 bis 12 Jahren. Neben der wirtschaftlichen Betrachtung sollten Sie auch den deutlich erhöhten Wohnkomfort, die verbesserte Schalldämmung, den höheren Einbruchschutz und die Wertsteigerung Ihrer Immobilie in die Entscheidung einbeziehen.
Besonders lohnenswert ist ein Fenstertausch im Rahmen einer umfassenden Gebäudesanierung, bei der Sie von Synergieeffekten und höheren Fördersätzen profitieren. Nutzen Sie die umfangreichen Fördermöglichkeiten von BAFA, KfW und regionalen Programmen, um Ihre Investitionskosten zu senken. Lassen Sie sich professionell beraten, vergleichen Sie mehrere Angebote und achten Sie auf Qualität statt nur auf den niedrigsten Preis. Mit modernen, energieeffizienten Fenstern investieren Sie nicht nur in niedrigere Heizkosten, sondern auch in mehr Lebensqualität und eine nachhaltige Zukunft. Die aktuellen Förderbedingungen sind so attraktiv wie selten zuvor – der richtige Zeitpunkt für neue Fenster ist daher oft genau jetzt.
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