Standard Fenstergrößen: Übersicht, Maße, Normen und Tipps

Standard Fenstergrößen im Überblick: Alle gängigen Maße nach DIN-Norm, Tabelle mit Empfehlungen pro Raumtyp, Aufmaß-Anleitung und Kosten für Standardfenster.
Hausfassade mit mehreren standard fenstergrößen, klare Detailaufnahme von Kipp- und Dreh-Kippfenstern.

Bei der Planung eines Neubaus oder einer Renovierung stehen Bauherren und Hausbesitzer vor zahlreichen Entscheidungen. Eine der wichtigsten betrifft die Auswahl der richtigen Fenstergrößen. Standardmaße beeinflussen nicht nur die Kosten, sondern auch Verfügbarkeit, Lieferzeiten und die Gestaltungsmöglichkeiten des gesamten Gebäudes. Wer sich für Standardfenstergrößen entscheidet, profitiert von wirtschaftlichen Vorteilen und einer breiten Produktauswahl. Doch welche Normen und Maße gelten in Deutschland? Und wann lohnen sich Sonderanfertigungen?

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über Fenstergrößen, geltende DIN-Normen, die verschiedenen Fenstertypen und ihre Standardmaße sowie praktische Tipps für die richtige Auswahl.

Kurzantwort: Die gängigsten Standard Fenstergrößen in Deutschland basieren auf dem DIN-Raster von 12,5 cm und reichen von 50 × 50 cm (Keller/Bad) über 100 × 120 cm (Standardfenster) bis 200 × 150 cm (zweiflügelig, Wohnzimmer). Standardfenster sind 30–40 % günstiger als Sondermaße und sofort lieferbar. Die Mindestfensterfläche beträgt laut Bauordnung 1/8 der Raumgrundfläche.

Was sind Standard Fenstergrößen und warum sind sie wichtig?

Standardfenstergrößen sind vordefinierte Maße, die sich über Jahrzehnte in der Baupraxis etabliert haben und von nahezu allen Fensterherstellern produziert werden. Die Normierung basiert auf der Modulordnung im Bauwesen, geregelt durch DIN-Normen – allen voran die DIN 18000, die das Grundmodul mit 12,5 Zentimetern festlegt. Daraus ergeben sich standardisierte Baumaße für eine rationelle Bauweise und optimale Kompatibilität verschiedener Bauteile.

Der große Vorteil von Standardmaßen liegt in der wirtschaftlichen Effizienz: Fenster in Standardgrößen werden in großen Stückzahlen industriell gefertigt, was die Produktionskosten senkt. Im Vergleich zu Fenstern nach Maß können Standardfenster bis zu 30 bis 40 Prozent günstiger sein und sind deutlich schneller lieferbar.

Vorteile von Standardfenstergrößen:

  • Kostenersparnis: Günstigere Anschaffung durch Serienproduktion
  • Kurze Lieferzeiten: Oft sofortige Verfügbarkeit ab Lager
  • Große Auswahl: Alle gängigen Materialien und Ausstattungsvarianten erhältlich
  • Einfacher Austausch: Bei Renovierungen passen Standardmaße häufig ohne aufwendige Anpassungen
  • Kompatibilität: Passendes Zubehör wie Fliegengitter und Jalousien ist leicht verfügbar

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen Sondermaße unvermeidbar sind: bei denkmalgeschützten Gebäuden, Panoramafenstern oder bodentiefen Fenstern.

Alle gängigen Fenstergrößen in der Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt die am häufigsten verbauten Fenstergrößen in Deutschland – sortiert nach Einsatzbereich. Alle Maße beziehen sich auf das Rahmenmaß (Breite × Höhe):

Breite × Höhe (cm) Flügel Typischer Einsatzbereich Preisbereich (Kunststoff)
50 × 50 1-flügelig Keller, WC, Abstellraum 80–150 €
60 × 80 1-flügelig Keller, Nebenräume 100–180 €
75 × 100 1-flügelig Bad, Gäste-WC, Flur 120–220 €
80 × 120 1-flügelig Bad, Küche, Schlafzimmer 150–260 €
100 × 100 1-flügelig Küche, Schlafzimmer 170–280 €
100 × 120 1-flügelig Standardfenster (am häufigsten) 200–320 €
120 × 120 1-flügelig Wohnräume, Küche 230–380 €
100 × 150 1-flügelig Wohn-/Schlafzimmer 250–400 €
125 × 125 2-flügelig Wohnräume 350–500 €
150 × 125 2-flügelig Wohnzimmer, Esszimmer 400–600 €
175 × 125 2-flügelig Wohnzimmer, große Räume 450–700 €
200 × 150 2-flügelig Wohnzimmer, Panorama 550–850 €
250 × 150 3-flügelig Große Wohnräume, Wintergarten 700–1.200 €

Die Preise gelten für Kunststofffenster mit Zweifachverglasung und Dreh-Kipp-Beschlag (ohne Montage). Holzfenster kosten circa 60–80 % mehr, Aluminiumfenster bis zu doppelt so viel.

💡 Praxis-Tipp: Das Maß 100 × 120 cm ist in Deutschland die meistverkaufte Fenstergröße. Wenn Sie mehrere Fenster bestellen, können Sie bei dieser Standardgröße die besten Mengenrabatte erzielen.

Die wichtigsten DIN-Normen für Fenstersgrößen

Die Standardisierung von Fenstermaßen basiert auf einem System von DIN-Normen. Das Verständnis dieser Normen ist essentiell, um die Logik hinter Standardfenstergrößen zu verstehen.

DIN 18000: Modulordnung im Hochbau

Die DIN 18000 bildet das Fundament für die Maßkoordination im deutschen Bauwesen. Sie definiert ein Grundmodul von 1 M = 12,5 Zentimetern, auf dem alle Baumaße aufbauen. Fensteröffnungen werden nach diesem Modulraster geplant, was zu den typischen Maßspringen bei Standardfenstern führt: 50 cm, 62,5 cm, 75 cm, 87,5 cm, 100 cm, 112,5 cm, 125 cm und so weiter.

DIN 18202: Toleranzen im Hochbau

Diese Norm regelt die zulässigen Maßtoleranzen bei der Ausführung von Bauwerken. Zwischen Baumaß (Rohbaufföffnung) und Fensterrahmenmaß sind bestimmte Fugenbreiten einzuhalten – typischerweise 10 bis 20 Millimeter ringsum. Die korrekte Planung dieser Fugen ist entscheidend für eine dauerhafte Dichtigkeit und vermeidet Probleme wie Kondenswasser am Fenster oder ein undichtes Fenster.

DIN 18055 und DIN EN 12519: Fenstermaße

Diese Normen regeln die Bezeichnung von Fenstertypen und ihre Maßedarstellung. Hierbei wird zwischen drei Maßangaben unterschieden: dem Baurichtmaß (Rohbaufföffnung), dem Nennmaß und dem Rahmenmaß (tatsächliche Außenmaße des Fensterrahmens). Die meisten Fensterhersteller geben das Rahmenmaß an, während Architekten häufig mit Baurichtmaßen arbeiten. Diese Unterscheidung zu kennen, vermeidet Verwechslungen bei der Bestellung.

Fenstersgrößen nach Fenstertypen

Fenster werden in verschiedenen Bauformen hergestellt, die jeweils eigene Standardmaße aufweisen. Die Wahl des richtigen Typs hängt vom Einsatzort, der gewünschten Lüftung und dem Budget ab.

Einfluegelige Fenster

Einfluegelige Fenster sind die einfachste Variante und kommen in kleineren Räumen wie Bad, WC, Abstellräumen oder als Kellerfenster zum Einsatz. Standardbreiten liegen zwischen 50 und 125 Zentimetern, Höhen zwischen 50 und 150 Zentimetern. Besonders häufig: 75 × 100 cm, 87,5 × 112,5 cm und 100 × 125 cm. Diese Fenster sind in der Regel als Dreh-Kipp-Fenster ausgeführt.

Zweifluegelige Fenster

Zweifluegelige Fenster sind der Klassiker in Wohnräumen, Schlafzimmern und Küchen. Standardbreiten beginnen bei 100 cm und reichen bis 200 cm, Höhen liegen zwischen 100 und 150 cm. Typische Maße: 125 × 100 cm, 150 × 125 cm und 175 × 125 cm. Oft ist ein Flügel etwas breiter als der andere, um die Mittelpfosten-Statik zu optimieren.

Dreifluegelige Fenster und größere Formate

Dreifluegelige Fenster kommen in großen Wohnräumen oder in Kombination mit Terrassen türen zum Einsatz. Standard-Gesamtbreiten liegen zwischen 200 und 300 cm bei Höhen von 125 bis 150 cm. Bei noch größeren Fensterfronten, etwa für einen Wintergarten, werden oft Hebeschibetüren gewählt.

Dachfenster-Standardmaße

Dachfenster folgen eigenen Maßreihen, die sich an Sparrenabständen und Dachneigungen orientieren. Die führenden Hersteller Velux, Roto und Fakro haben jeweils eigene Größensysteme. Typische Breiten: 55, 66, 78, 94 und 114 cm. Höhen: 78 bis 160 cm. Häufige Kombinationen: 78 × 118 cm, 94 × 118 cm und 114 × 118 cm. Die Glasfläche sollte mindestens 10 Prozent der Raumfläche betragen.

Fenstersgrößen nach Raumtyp: Empfehlungen für jedes Zimmer

Die richtige Fenstergröße hängt stark vom Raumtyp ab. Lichteinfall, Belüftung und Privatsphäre spielen dabei eine Rolle. Die folgende Tabelle gibt konkrete Empfehlungen:

Raum Empfohlene Größe (cm) Flügel Begründung
Wohnzimmer 150 × 125 bis 200 × 150 2–3 Maximaler Lichteinfall, Hauptaufenthaltsraum
Schlafzimmer 100 × 120 bis 125 × 125 1–2 Gute Belüftung, ggf. Verdunkelung berücksichtigen
Küche 100 × 120 bis 120 × 120 1 Arbeitsplatz am Fenster, Kipp-Lüftung beim Kochen
Badezimmer 60 × 80 bis 80 × 120 1 Privatsphäre, oft Milchglas oder Sichtschutz
Kinderzimmer 100 × 120 bis 120 × 120 1 Ausreichend Licht, Kindersicherung beachten
Flur/Treppenhaus 50 × 80 bis 75 × 100 1 Grundbeleuchtung, oft Festglas
Keller 50 × 50 bis 80 × 60 1 Belüftung, Einbruchschutz wichtig
Gäste-WC 50 × 50 bis 60 × 80 1 Minimale Größe, oft Kippfenster

💡 Praxis-Tipp: Planen Sie die Fenstergröße nicht nur nach dem Raum, sondern auch nach der Himmelsrichtung. Südfenster dürfen größer ausfallen (mehr solare Wärmegewinne), Nordfenster eher kleiner (weniger Wärmeverluste). Mehr dazu im Ratgeber Fenster richtig planen.

Stehende, liegende und quadratische Fenster: Proportionen im Vergleich

Neben der absoluten Größe spielt das Seitenverhältnis eine wichtige Rolle für die Optik und Funktionalität eines Fensters. Die drei Grundformen haben jeweils ihre Stärken.

Stehende Fenster (höher als breit, z. B. 80 × 120 cm) sind der Klassiker in Wohngebäuden. Sie wirken elegant, lassen Räume höher erscheinen und sind für Dreh-Kipp-Beschläge optimal geeignet. In Altbauten sind sie häufig mit Seitenverhältnissen von 1:1,5 oder 1:2 anzutreffen, oft als Sprossenfenster.

Liegende Fenster (breiter als hoch, z. B. 120 × 80 cm) eignen sich besonders für Küchen, Kellerräume oder als Oberlichtfenster über Türen. Sie bieten eine breite Belichtung, sind aber in der maximalen Höhe für Kipp-Mechanismen eingeschränkt. In modernen Gebäuden werden sie oft als Designelement eingesetzt.

Quadratische Fenster (z. B. 100 × 100 cm oder 120 × 120 cm) wirken modern und symmetrisch. Sie passen besonders gut zu zeitgenössischer Architektur und bieten ein ausgewogenes Verhältnis von Lichteinfall und Wandfläche. Die Größe 120 × 120 cm gehört zu den meistverkauften Formaten.

Große vs. kleine Fenster: Vor- und Nachteile

Die Entscheidung für größere oder kleinere Fenstergrößen hat weitreichende Konsequenzen. Beide Varianten haben ihre Berechtigung – je nach Raumsituation.

Vorteile großer Fenster:
– Mehr Tageslicht und Wohnkomfort
– Optische Verbindung zum Außenraum
– Höhere solare Wärmegewinne (besonders Südseite)
– Wertsteigerung der Immobilie

Nachteile großer Fenster:
– Höhere Anschaffungs- und Montagekosten
– Mehr Wärmeverlust bei schlechter Verglasung
– Aufwendigerer Sonnenschutz nötig
– Weniger Stellfläche an den Wänden
– Statische Anforderungen bei tragenden Wänden

Vorteile kleiner Fenster:
– Günstiger in Anschaffung und Einbau
– Bessere Wärmedämmung der Gesamtfassade
– Mehr Privatsphäre
– Weniger Sonnenschutz-Aufwand

Nachteile kleiner Fenster:
– Weniger Tageslicht, dunklere Räume
– Eingeschränkte Belüftung
– Ggf. baurechtliche Mindestanforderungen nicht erfüllt

💡 Praxis-Tipp: Die optimale Fensterfläche liegt bei 20–25 % der Fassadenfläche. Das bietet genug Licht, ohne die Dämmung zu stark zu beeinträchtigen.

Mindestfensterfläche: Baurechtliche Anforderungen

Fenstergrößen sind nicht nur Geschmackssache – das Baurecht schreibt Mindestflächen vor. Die Landesbauordnungen der deutschen Bundesländer regeln, wie viel Fensterfläche ein Aufenthaltsraum mindestens haben muss.

Die wichtigste Regel: In den meisten Bundesländern muss die Fensterfläche (Rohbaumaß) mindestens 1/8 der Raumgrundffläche betragen. Bei einem 20 m² großen Wohnzimmer bedeutet das eine Mindestfensterfläche von 2,5 m² – das entspricht etwa zwei Fenstern der Größe 100 × 125 cm.

Ausnahmen und Sonderfälle:

  • Küchen und Bäder haben in manchen Bundesländern geringere Anforderungen oder dürfen als innenliegende Räume ohne Fenster geplant werden (bei mechanischer Lüftung)
  • Kellerräume unterliegen nicht der Mindestbelichtung, sofern sie keine Aufenthaltsbäume sind
  • Dachgeschossbäume rechnen nur die Fensterfläche oberhalb von 80 cm Raumhöhe an
  • Arbeitsstätten haben eigene Anforderungen nach der Arbeitsstättenverordnung (ASR A3.4): mindestens 1/10 der Raumgrundfläche

Planen Sie bei einem Neubau die Fenstergrößen großzügig über dem Minimum – mehr Licht bedeutet mehr Wohnqualität. Detaillierte Anforderungen finden Sie in der Fenster-Norm-DIN-Erklärung.

Baurichtmaß, Nennmaß und Rahmenmaß: Die wichtigen Unterschiede

Beim Kauf von Fenstern ist es entscheidend, die verschiedenen Maßangaben korrekt zu verstehen. Verwechslungen führen zu kostspieligen Fehlbestellungen.

Das Baurichtmaß (Rohbaufföffnung) bezeichnet die lichte Mauerföffnung im Rohbau. Es ist immer größer als das Fenstermaß, da Platz für Montagefugen und Dämmmaterial benötigt wird – in der Regel 30 bis 50 mm mehr als das Rahmenmaß (je Seite 15 bis 25 mm).

Das Nennmaß ist ein rechnerisches Maß für Planung und Ausschreibung. Es orientiert sich an der DIN-Modulordnung und liegt zwischen Baurichtmaß und Rahmenmaß.

Das Rahmenmaß (Bestellmaß) ist das tatsächliche Außenmaß des Fensterrahmens und das kleinste der drei Maße. Wenn ein Hersteller ein „Fenster 120 × 120 cm“ anbietet, bezieht sich das auf das Rahmenmaß.

⚠️ Wichtig: Klären Sie bei der Bestellung immer, welches Maß gemeint ist. Architekten arbeiten mit Baurichtmaßen, Hersteller mit Rahmenmaßen. Ein Missverständnis kann 30–50 mm Differenz bedeuten.

Fenster richtig ausmessen: Schritt für Schritt

Die korrekte Ausmessung ist der wichtigste Schritt beim Fenstertausch. Fehler beim Messen können zu nicht passenden Fenstern, Undichtigkeiten und Wärmebrücken führen.

Werkzeug: Stabiler Meterstab oder Maßband (mind. 3 m), Notizblock, idealerweise eine zweite Person als Helfer. Messen Sie immer in Millimetern.

Bei bestehendem Fenster: Messen Sie das Rahmenmaß an mehreren Stellen – Breite oben, mittig und unten sowie Höhe links, mittig und rechts. Aufgrund von Setzungen können die Maße variieren. Verwenden Sie das kleinste gemessene Maß und ziehen Sie 5–10 mm für Montagespielraum ab. Prüfen Sie auch die Laibungstiefe für Fensterrahmen und Fensterbank.

Bei Rohbaufföffnung (Neubau): Messen Sie die lichte Mauerföffnung nach vollständigem Austrärten des Mauerwerks an mehreren Stellen. Vom kleinsten Maß ziehen Sie die Montagefuge ab (20–30 mm pro Seite). Prüfen Sie mit Wasserwaage, ob die Öffnung im Winkel steht.

Sondergrößen: Wann lohnt sich Maßanfertigung?

Trotz der Vorteile von Standardfenstergrößen gibt es Situationen, in denen Sonderanfertigungen sinnvoll sind.

Architektonische Besonderheiten: Moderne Architektur setzt auf großzügige Glasflächen. Bodentiefe Fenster, Eckverglasungen oder Rundbogenfenster erfordern Sonderanfertigungen. Rechnen Sie mit Mehrkosten von 30–100 % und Lieferzeiten von 6–12 Wochen.

Denkmalschutz und Altbau: Bei denkmalgeschützten Gebäuden verlangen Behörden oft, dass ursprüngliche Proportionen beibehalten werden. Holzfenster in traditioneller Bauweise oder Kunststofffenster mit Sprossenoptik können eine Lösung sein. Bei der Altbausanierung lohnt sich professionelle Beratung.

Energetische Optimierung: Bei umfassender energetischer Sanierung kann eine Veränderung der Fensteröffnungen sinnvoll sein. Besonders auf der Südseite können größere Fenster die Heizkosten senken, wenn sie mit modernem Isolierglas und guten U-Werten ausgestattet sind.

Kosten für Fenster nach Größe

Die Kosten für Fenstersgrößen variieren je nach Material, Verglasung und Ausstattung erheblich. Die folgende Tabelle zeigt realistische Preisspannen:

Fenstergröße (cm) Kunststoff Holz Aluminium
75 × 100 (1-flügelig) 120–250 € 250–450 € 350–600 €
100 × 120 (1-flügelig) 200–350 € 380–600 € 500–900 €
120 × 120 (1-flügelig) 250–400 € 450–700 € 600–1.050 €
150 × 125 (2-flügelig) 400–600 € 700–1.000 € 900–1.500 €
200 × 150 (2-flügelig) 550–850 € 950–1.400 € 1.200–2.000 €

Preise inkl. Zweifachverglasung und Dreh-Kipp-Beschlag, ohne Montage. Die Fenstermontage-Kosten liegen bei 100–200 € pro Fenster.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus komplett

Ein typisches Einfamilienhaus hat circa 12–15 Fenster in verschiedenen Größen. Bei Kunststofffenstern in Standardmaßen liegt die Gesamtinvestition für die Fenster (ohne Montage) bei 3.000–6.000 €. Sondermaße würden die Kosten auf 5.000–12.000 € treiben. Mehr zu den Kostenfaktoren und zur Frage, was neue Fenster insgesamt kosten.

Förderung Möglichkeiten: Fenster mit einem Uw-Wert von 0,95 W/(m²K) oder besser können über KfW-Förderung oder BAFA-Förderung bezuschusst werden – bis zu 20 % der förderfhigen Kosten.

Regionale Besonderheiten bei Fenstersgrößen

Obwohl DIN-Normen bundesweit gelten, gibt es historisch gewachsene regionale Unterschiede, die vor allem bei Altbauten eine Rolle spielen.

In Norddeutschland haben sich aufgrund der Windbelastung und külerer Temperaturen eher kleinere, hohe Fensterformate mit Seitenverhältnissen von 1:1,5 bis 1:2 durchgesetzt. In Süddeustchland und im Alpenraum sind Fenster traditionell breiter. Die DDR-Plattenbauten nutzten streng normierte Fenstersgrößen – bei deren Gebäudesanierung können die alten Maße meist direkt mit modernen Standardfenstern ersetzt werden.

Materialien und ihre Auswirkungen auf Fenstermaße

Das Rahmenmaterial beeinflusst die verfügbaren Maße und die Rahmenbreiten:

Kunststofffenster (Marktanteil über 50 %) bieten die größte Auswahl in Standardgrößen. Rahmenststärken: 70–90 mm. Besonders bei Kunststofffenster-Preisen punkten Standardmaße. Beliebte Farben neben Weiß: Anthrazit und Grau.

Holzfenster sind in allen gängigen Standardmaßen verffügbar, mit größeren Rahmenststärken (80–120 mm) und etwas längerer Lieferzeit.

Aluminiumfenster zeichnen sich durch schmale Profile (50–80 mm) und hohe Stabilität aus. Die Standardisierung ist geringer, da sie häufiger für individuelle Projekte eingesetzt werden. In nahezu allen RAL-Farben erhältlich.

Zusammenspiel mit Sonnenschutz und Zubehör

Bei Standardfenstergrößen sind Sonnenschutz, Rolllläden, Insektenschutz und Verdunkelung problemlos und günstig erhältlich. Auch Ersatzteile wie Fensterdichtungen sind für Standardprofile jederzeit verfügbar. Das regelmigige Einstellen der Fenster folgt bei Standardbesch lägen bewährten Verfahren – ein weiterer Vorteil gegenüber Sonderlösungen.

Fazit: Die richtige Fenstersgröße finden

Standard Fenstergrößen bieten für die meisten Bauprojekte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: günstigere Preise, schnellere Lieferung, breite Auswahl und unkomplizierte Wartung. Die gängigsten Größen wie 100 × 120 cm, 120 × 120 cm oder 150 × 125 cm decken den Großteil aller Einbausituationen ab. Achten Sie bei der Planung auf die baurechtliche Mindestfensterfläche (1/8 der Raumgrundfläche), wählen Sie Proportionen passend zum Raumtyp und messen Sie sorgfältig – am besten an mehreren Stellen. Fenster richtig planen spart langfristig Zeit und Geld.

FAQ: Häufige Fragen zu Fenstergrößen

Was ist die häufigste Fenstersgröße in Deutschland?

Die meistverkaufte Fenstersgröße in Deutschland ist 100 × 120 cm (Breite × Höhe) als einflugeliges Dreh-Kipp-Fenster. Dieses Maß eignet sich für die meisten Wohnräume und bietet ein gutes Verhältnis von Lichteinfall und Kosten.

Welche Standard Fenstergrößen gibt es?

Die gängigsten Standard Fenstergrößen in Deutschland basieren auf dem 12,5-cm-Raster: 50 × 50, 60 × 80, 75 × 100, 80 × 120, 100 × 100, 100 × 120, 120 × 120, 150 × 125 und 200 × 150 cm. Alle Maße beziehen sich auf das Rahmenmaß (Breite × Höhe).

Wie messe ich ein Fenster richtig aus?

Messen Sie Breite und Höhe jeweils an drei Stellen (oben/mitte/unten bzw. links/mitte/rechts). Verwenden Sie das kleinste gemessene Maß und ziehen Sie 5–10 mm für den Montagespielraum ab. Bei Rohbaufföffnungen zusätzlich 20–30 mm pro Seite für die Montagefuge einplanen.

Was kosten Standardfenster?

Ein einflugeliges Kunststofffenster (100 × 120 cm) mit Zweifachverglasung kostet 200–350 €. Zweifluegelige Fenster (150 × 125 cm) liegen bei 400–600 €. Holzfenster kosten 60–80 % mehr, Aluminiumfenster bis zu doppelt so viel. Die Montage kommt mit 100–200 € pro Fenster hinzu.

Wie groß muss ein Fenster mindestens sein?

Laut den Landesbauordnungen muss die Fensterfläche in Aufenthaltsrsäumen mindestens 1/8 der Raumgrundfläche betragen. Ein 16 m² großes Schlafzimmer benötigt also mindestens 2 m² Fensterfläche – das entspricht etwa einem Fenster der Größe 120 × 170 cm oder zwei Fenstern à 100 × 100 cm.

Passen Standard Fenstergrößen in jeden Altbau?

Nicht immer. Altbauten – besonders aus der Gründerzeit oder regionaler Bauweise – haben oft individuelle Fenstermaße, die nicht dem heutigen Raster entsprechen. Messen Sie die Rohbaufföffnung exakt aus. Häufig passen Standardfenster mit angepassten Montagefugen, bei größeren Abweichungen ist eine Maßanfertigung nötig.

Welche Fenstersgröße eignet sich für welchen Raum?

Wohnzimmer: 150 × 125 bis 200 × 150 cm (2-flügelig). Schlafzimmer: 100 × 120 bis 125 × 125 cm. Küche: 100 × 120 cm. Bad: 60 × 80 bis 80 × 120 cm. Keller: 50 × 50 bis 80 × 60 cm. Entscheidend sind Lichtbedarf, Belüftung und Privatsphäre.

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