Lärm von draußen kann die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden erheblich beeinträchtigen. Ob vielbefahrene Straßen, spielende Kinder, Baustellen oder Flugverkehr – störende Geräusche dringen oft durch die Fenster und lassen keine Ruhe zu. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Schalldämmung Fenster lässt sich der Geräuschpegel deutlich reduzieren und die Wohnqualität spürbar verbessern. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über wirksame Lösungen, realistische Kosten und praktische Tipps zur Schalldämmung Ihrer Fenster.
Warum ist Schalldämmung an Fenstern so wichtig?
Fenster sind die Schwachstellen in der Gebäudehülle, wenn es um Schallschutz geht. Während massive Wände Lärm effektiv abhalten, lassen herkömmliche Fenster deutlich mehr Schall durch. Dies liegt an der geringeren Masse und den oft vorhandenen undichten Stellen. Besonders in städtischen Gebieten oder an verkehrsreichen Straßen kann der Lärmpegel in Innenräumen ohne angemessene Schalldämmung Fenster gesundheitsschädigende Werte erreichen. Dauerhafter Lärm führt nachweislich zu Stress, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und kann langfristig sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Eine wirksame Schalldämmung ist daher nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Gesundheit.
Die Grundlagen des Schallschutzes verstehen
Schall wird in Dezibel (dB) gemessen. Ein normales Gespräch liegt bei etwa 60 dB, Straßenverkehr kann 70-80 dB erreichen, während ein vorbeifahrender Lastwagen bis zu 90 dB laut sein kann. Bereits eine Reduktion um 10 dB wird vom menschlichen Ohr als Halbierung der Lautstärke wahrgenommen. Moderne Schallschutzfenster können die Lärmbelastung um 30-50 dB reduzieren – ein enormer Unterschied für die Wohnqualität. Die Schalldämmung von Fenstern wird nach den Schallschutzklassen 1 bis 6 eingeteilt, wobei höhere Klassen einen besseren Schutz bieten. Für die meisten Wohnsituationen sind die Klassen 2 bis 4 ausreichend.
Schallschutzklassen im Überblick
Die Schallschutzklassen definieren, wie viel Lärm ein Fenster abhalten kann. Diese Klassifizierung hilft bei der Auswahl der passenden Fenster für Ihre individuelle Lärmsituation:
- Schallschutzklasse 1: Schalldämmwert 25-29 dB – Geeignet für ruhige Wohngebiete mit wenig Verkehr
- Schallschutzklasse 2: Schalldämmwert 30-34 dB – Empfohlen für normale Wohnstraßen mit mäßigem Verkehr
- Schallschutzklasse 3: Schalldämmwert 35-39 dB – Ideal für Hauptstraßen und stärker befahrene Gebiete
- Schallschutzklasse 4: Schalldämmwert 40-44 dB – Notwendig bei sehr starkem Verkehr oder in der Nähe von Bahnstrecken
- Schallschutzklasse 5: Schalldämmwert 45-49 dB – Für extreme Lärmbelastung wie Autobahnen oder Industriegebiete
- Schallschutzklasse 6: Schalldämmwert ab 50 dB – Höchster Schutz für Sonderfälle wie Flughafennähe
Die Wahl der richtigen Schallschutzklasse hängt von Ihrer individuellen Lärmsituation ab. Eine professionelle LärmpegelMessung kann helfen, die optimale Lösung zu finden. Übrigens: Moderne Schallschutzfenster bieten nicht nur hervorragenden Lärmschutz, sondern verbessern gleichzeitig auch die Wärmedämmung und Energieeffizienz Ihres Hauses.

Technische Komponenten der Schalldämmung Fenster
Effektive Schalldämmung Fenster basiert auf mehreren technischen Elementen, die optimal zusammenwirken müssen. Das Verständnis dieser Komponenten hilft Ihnen, die richtige Kaufentscheidung zu treffen und die Qualität von Angeboten besser einzuschätzen.
Verglasung: Das Herzstück des Schallschutzes
Die Verglasung spielt die wichtigste Rolle bei der Schalldämmung. Während einfache Zweifachverglasungen nur bedingt Schallschutz bieten, sind spezielle Schallschutzverglasungen deutlich effektiver. Das Geheimnis liegt in der asymmetrischen Glasstärke: Statt zwei gleich dicke Scheiben zu verwenden, kombiniert man unterschiedlich dicke Gläser – beispielsweise 6 mm und 8 mm oder sogar 8 mm und 10 mm. Diese asymmetrische Anordnung verhindert, dass Schallwellen resonieren und durchdringen können. Zusätzlich werden die Scheibenzwischenräume mit Schallschutzgas gefüllt, meist Argon oder Krypton, was die Dämmwirkung weiter verstärkt. Besonders wirksam sind Verbundsicherheitsgläser mit speziellen Schallschutzfolien zwischen den Glasschichten. Diese Folien absorbieren Schallwellen und können die Dämmleistung um weitere 2-3 dB verbessern.
Rahmen und Profile
Auch der Fensterrahmen trägt wesentlich zur Schalldämmung bei. Moderne Mehrkammer-Profile aus Kunststoff, Holz oder Aluminium bieten durch ihre Konstruktion bereits eine gute Grunddämmung. Kunststoffrahmen mit 5-7 Kammern und einer Bautiefe von mindestens 70 mm sind empfehlenswert. Holzrahmen punkten durch ihre natürliche Masse und Dichte mit hervorragenden Dämmeigenschaften. Aluminiumrahmen werden für optimalen Schallschutz mit einer thermischen Trennung und zusätzlichen Dämmkernen ausgestattet. Die Stabilität und Verwindungssteifigkeit des Rahmens ist entscheidend, damit keine Spalten entstehen, durch die Schall eindringen kann.
Dichtungen: Oft unterschätzt, aber unverzichtbar
Selbst das beste Schallschutzglas nutzt wenig, wenn der Rahmen nicht dicht schließt. Hochwertige Dichtungen aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) oder TPE (thermoplastische Elastomere) sind langlebig, witterungsbeständig und sorgen für einen dauerhaft dichten Abschluss. Moderne Schallschutzfenster verfügen über mindestens zwei, oft sogar drei Dichtungsebenen. Diese Mehrfachdichtungen verhindern nicht nur Zugluft, sondern bilden auch effektive Barrieren gegen Schallwellen. Regelmäßige Wartung und gegebenenfalls das Erneuern der Fensterdichtungen sind wichtig, um die Schalldämmleistung dauerhaft zu erhalten.
Einbau und Montage: Der Schlüssel zum Erfolg
Die beste Schalldämmung Fenster nutzt wenig, wenn der Einbau nicht fachgerecht erfolgt. Bis zu 70% der Schallschutzleistung hängen von der korrekten Montage ab. Besonders kritisch ist die Abdichtung der Anschlussfuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Diese Fuge muss rundum luft- und schalldicht ausgeführt werden. Hierfür kommen spezielle Dichtbänder, Montageschäume mit Schallschutzeigenschaften und Dichtstoffe zum Einsatz. Das Prinzip der RAL-Montage, bei dem die Fuge in drei Funktionsebenen (innen, Mitte, außen) abgedichtet wird, ist auch für den Schallschutz optimal. Die innere Ebene muss dampfdicht, die mittlere wärmedämmend und die äußere schlagregendicht sein. Bei der Montage ist außerdem auf eine korrekte Ausrichtung und feste Verankerung zu achten. Lose sitzende Fenster oder ungleichmäßige Fugen können zu Schallbrücken führen und die Dämmleistung erheblich reduzieren.
Lösungen für verschiedene Situationen
Nicht in jeder Situation ist ein kompletter Fensteraustausch notwendig oder möglich. Je nach Ausgangslage, Budget und gewünschtem Schalldämmwert gibt es unterschiedliche Lösungsansätze für eine bessere Schalldämmung Fenster.
Kompletter Fensteraustausch: Die nachhaltigste Lösung
Der Austausch alter Fenster durch moderne Schallschutzfenster ist die effektivste und dauerhafteste Lösung. Besonders bei Fenstern, die älter als 20 Jahre sind, lohnt sich diese Investition mehrfach: Sie verbessern nicht nur den Schallschutz deutlich, sondern profitieren gleichzeitig von besserer Wärmedämmung der Fenster, höherer Sicherheit und modernem Design. Die Energieeinsparungen können erheblich sein und amortisieren einen Teil der Investition über die Jahre. Zudem sind staatliche Förderungen möglich, wenn Sie im Rahmen einer energetischen Sanierung neue Fenster einbauen lassen. Bei der Auswahl sollten Sie auf zertifizierte Produkte achten, die sowohl die gewünschte Schallschutzklasse als auch einen guten U-Wert aufweisen. Moderne Fenster vereinen heute beide Eigenschaften optimal.
Nachträgliche Verglasungslösungen
Wenn die Fensterrahmen noch in gutem Zustand sind, kann ein Austausch nur der Verglasung sinnvoll sein. Viele moderne Rahmen – besonders aus Kunststoff oder Aluminium – sind so konzipiert, dass die Glasscheiben ausgetauscht werden können. Dabei wird die bestehende Verglasung durch eine Schallschutzverglasung ersetzt. Diese Lösung ist deutlich günstiger als ein kompletter Fenstertausch und kann dennoch eine erhebliche Verbesserung bringen, typischerweise 5-10 dB zusätzliche Dämmung. Allerdings ist diese Methode nur dann sinnvoll, wenn auch die Dichtungen in Ordnung sind und der Rahmen selbst keine Schwachstellen aufweist. Eine fachliche Begutachtung durch einen Experten ist hier empfehlenswert. Beachten Sie auch, dass nicht alle Rahmenprofile für dickere Schallschutzgläser geeignet sind – die statische Belastbarkeit muss gegeben sein.
Vorsatzfenster und Kastenfenster
Eine besonders in denkmalgeschützten Gebäuden beliebte Lösung sind Vorsatzfenster. Dabei wird vor dem bestehenden Fenster ein zweites Fenster mit größerem Abstand (mindestens 10 cm) montiert. Der Luftraum zwischen beiden Fenstern wirkt als zusätzliche Dämmschicht und kann die Schalldämmung um 15-20 dB verbessern. Diese Lösung ermöglicht es, historische Fenster zu erhalten und dennoch modernen Schallschutz zu erreichen. Kastenfenster funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, sind aber als einheitliches System konzipiert. Der Nachteil dieser Lösungen liegt in der reduzierten Lichtausbeute und dem höheren Reinigungsaufwand. Zudem müssen die baulichen Voraussetzungen gegeben sein – ausreichende Wandstärke und tragfähige Befestigungsmöglichkeiten sind erforderlich.

Provisorische und temporäre Lösungen
Für Mieter oder als Übergangslösung gibt es auch weniger invasive Möglichkeiten zur Verbesserung der Schalldämmung Fenster. Schwere Vorhänge aus schallabsorbierenden Materialien können den Lärmpegel um 3-5 dB reduzieren. Spezielle Schallschutzfolien, die auf die Fensterscheiben geklebt werden, bringen eine Verbesserung von etwa 2-4 dB. Diese Lösungen sind kostengünstig und leicht zu installieren, erreichen aber natürlich nicht die Wirkung professioneller Schallschutzfenster. Dennoch können sie in Kombination mit anderen Maßnahmen durchaus spürbare Verbesserungen bringen. Auch das Abdichten der Fenster mit Dichtungsbändern kann bei älteren Fenstern bereits eine deutlich wahrnehmbare Lärmreduktion bewirken.
Kosten für Schalldämmung an Fenstern
Die Kosten für eine wirksame Schalldämmung Fenster variieren erheblich je nach gewählter Lösung, Fenstergröße und gewünschter Schallschutzklasse. Eine realistische Kosteneinschätzung hilft bei der Planung und Entscheidungsfindung.
Preise für neue Schallschutzfenster
Komplette Schallschutzfenster beginnen bei etwa 400-500 Euro pro Quadratmeter für Schallschutzklasse 2-3. Für höhere Schallschutzklassen (4-5) müssen Sie mit 600-900 Euro pro Quadratmeter rechnen. Ein durchschnittliches Wohnzimmerfenster (ca. 2 m²) in Schallschutzklasse 3 kostet somit etwa 1.000-1.200 Euro inklusive Standard-Einbau. Diese Preise beinhalten in der Regel die fachgerechte Montage nach RAL-Standard, die Entsorgung der alten Fenster und die grundlegende Abdichtung. Sonderformen wie Rundbogenfenster oder besonders große Elemente können den Preis um 30-50% erhöhen. Bei einer kompletten Sanierung mit mehreren Fenstern sollten Sie für ein Einfamilienhaus mit 8-12 Fenstern zwischen 8.000 und 15.000 Euro einplanen.
Kosten für Verglasungsaustausch
Der reine Austausch der Verglasung ist deutlich günstiger und liegt bei etwa 150-300 Euro pro Quadratmeter inklusive Arbeitskosten. Für ein Standard-Fenster von 1,5 m² bedeutet das Kosten von 225-450 Euro. Diese Lösung setzt voraus, dass die Rahmen technisch und optisch noch in gutem Zustand sind und dass die neuen Scheiben in die vorhandenen Profile passen. Die Einsparung gegenüber einem kompletten Fenstertausch liegt bei etwa 60-70%. Allerdings erreichen Sie damit nicht die gleiche Gesamtleistung wie mit einem komplett neuen Schallschutzfenster, da die Rahmen und Dichtungen nicht optimiert werden.
Zusatzkosten und Nebenarbeiten
Zusätzlich zu den reinen Fensterkosten sollten Sie weitere Posten einkalkulieren: Die Demontage und Entsorgung alter Fenster kostet etwa 50-80 Euro pro Fenster, falls nicht im Angebot enthalten. Malerarbeiten zur Renovierung der Leibungen schlagen mit 100-200 Euro pro Fenster zu Buche. Neue Fensterbänke innen und außen kosten je nach Material 50-150 Euro pro Stück plus Montage. Falls ein Gerüst notwendig ist (bei Arbeiten im Obergeschoss), können weitere 500-1.500 Euro anfallen, je nach Höhe und Dauer. Bei einer Komplettsanierung sollten Sie daher etwa 20-30% Aufschlag auf die reinen Fensterkosten für diese Nebenarbeiten einplanen.
Fördermöglichkeiten nutzen
Die gute Nachricht: Für den Einbau von Schallschutzfenstern gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, die die finanzielle Belastung deutlich reduzieren können. Die KfW-Förderung für Fenster unterstützt energetische Sanierungsmaßnahmen, zu denen auch der Fenstertausch gehört. Wenn Ihre neuen Schallschutzfenster gleichzeitig die Anforderungen an die Wärmedämmung erfüllen (U-Wert von maximal 0,95 W/m²K), können Sie Zuschüsse von bis zu 20% der förderfähigen Kosten oder günstige Kredite erhalten. Auch die BAFA-Förderung für Fenster kommt unter bestimmten Voraussetzungen in Frage. Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern und Kommunen spezielle Lärmschutzprogramme, besonders in der Nähe von Flughäfen, Autobahnen oder Bahnstrecken. Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrer Kommune über entsprechende Programme. Wichtig: Die meisten Förderanträge müssen VOR Beginn der Maßnahme gestellt werden!
Schritt-für-Schritt zur optimalen Schalldämmung
Die Umsetzung einer effektiven Schalldämmung Fenster erfordert eine strukturierte Vorgehensweise. Mit dieser Anleitung gelingt Ihr Projekt von der Planung bis zur Umsetzung.
Schritt 1: Lärmanalyse und Bedarfsermittlung
Zunächst sollten Sie den tatsächlichen Lärmpegel in Ihren Räumen ermitteln. Smartphone-Apps können eine erste Orientierung geben, für präzise Messungen empfiehlt sich aber ein professionelles Schallpegelmessgerät oder die Beauftragung eines Sachverständigen. Messen Sie zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen, um ein realistisches Bild zu erhalten. Notieren Sie, in welchen Räumen die Lärmbelastung am höchsten ist und welche Lärmquellen dominieren (Straßenverkehr, Bahn, Nachbarn etc.). Daraus ergibt sich, welche Schallschutzklasse Sie benötigen und ob alle Fenster oder nur ausgewählte ausgetauscht werden müssen. Schlaf- und Kinderzimmer sowie Arbeitszimmer sollten prioritär behandelt werden.
Schritt 2: Angebote einholen und vergleichen
Holen Sie mindestens drei Angebote von verschiedenen Fachbetrieben ein. Achten Sie darauf, dass die Angebote vergleichbar sind und folgende Punkte enthalten: genaue Spezifikation der Schallschutzklasse, Verglasungsaufbau mit Glasstärken, Rahmenmaterial und Profilsystem, Anzahl und Art der Dichtungen, Einbau nach RAL-Montage, Entsorgung alter Fenster sowie Gewährleistungszeitraum. Lassen Sie sich Referenzen zeigen und prüfen Sie Zertifizierungen der Produkte. Der günstigste Preis ist nicht immer die beste Wahl – Qualität und fachgerechte Ausführung sind bei der Schalldämmung entscheidend. Fenster vom Hersteller zu beziehen kann Kostenvorteile bieten, setzt aber voraus, dass Sie einen qualifizierten Monteur für den Einbau finden.
Schritt 3: Förderanträge stellen
Bevor Sie den Auftrag vergeben, klären Sie die Fördermöglichkeiten und stellen Sie gegebenenfalls die erforderlichen Anträge. Die KfW-Förderung erfordert die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten, der die Maßnahme plant und begleitet. Dessen Kosten werden teilweise ebenfalls gefördert. Informieren Sie sich auch bei Ihrer Kommune über lokale Lärmschutzprogramme. Die Bearbeitung von Förderanträgen kann mehrere Wochen dauern – planen Sie diesen Zeitraum ein und vergeben Sie den Auftrag erst nach Förderzusage.

Schritt 4: Fachgerechter Einbau
Der Einbau sollte ausschließlich durch qualifizierte Fachbetriebe erfolgen. Achten Sie darauf, dass die Montage nach RAL-Richtlinien durchgeführt wird und alle drei Dichtungsebenen (innen, Mitte, außen) korrekt ausgeführt werden. Die Anschlussfuge zwischen Rahmen und Mauerwerk ist besonders kritisch für die Schalldämmleistung. Hier sollten spezielle Montageschäume mit Schallschutzeigenschaften sowie zusätzliche Dichtbänder verwendet werden. Lassen Sie sich nach Abschluss der Arbeiten die korrekte Montage schriftlich bestätigen und fordern Sie alle relevanten Dokumente wie Einbauzertifikate und Produktdatenblätter ein. Eine Nachmessung des Schallpegels nach dem Einbau dokumentiert den Erfolg der Maßnahme.
Wichtige Tipps für maximale Schalldämmung
Über den reinen Fenstertausch hinaus gibt es weitere Faktoren, die die Wirksamkeit Ihrer Schalldämmung Fenster beeinflussen und die Sie beachten sollten.
Rollladenkästen nicht vergessen
Alte Rollladenkästen sind häufig eine unterschätzte Schwachstelle im Schallschutz. Selbst die besten Schallschutzfenster nützen wenig, wenn der Lärm über den Rollladenkasten eindringt. Bei einem Fenstertausch sollten Sie daher auch die Rollladenkästen erneuern oder zumindest dämmen lassen. Moderne Systeme verfügen über integrierte Dämmung und dichte Revisionsklappen. Alternativ können Sie alte Kästen auch nachträglich von innen mit Dämmmatten auskleiden oder komplett durch moderne, gedämmte Aufsatzkästen ersetzen. Das Nachrüsten von Rollläden kann dabei gleichzeitig den Wärme- und Schallschutz verbessern.
Lüftungskonzept berücksichtigen
Dichte Schallschutzfenster lassen keine unkontrollierte Lüftung mehr zu. Während dies für den Schallschutz optimal ist, müssen Sie ein alternatives Lüftungskonzept entwickeln, um Schimmelbildung und schlechte Luftqualität zu vermeiden. Schallgedämmte Lüftungsöffnungen oder -systeme im Fensterrahmen ermöglichen kontrollierten Luftaustausch bei geschlossenem Fenster. Diese speziellen Lüfter sind mit Schalldämpfern ausgestattet und reduzieren den einströmenden Lärm auf ein Minimum. Alternativ können Sie über eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nachdenken, die ohnehin bei umfassenden Gebäudesanierungen empfehlenswert ist.
Regelmäßige Wartung sichert die Leistung
Auch die besten Schallschutzfenster verlieren mit der Zeit an Wirkung, wenn sie nicht richtig gepflegt werden. Überprüfen Sie regelmäßig die Dichtungen auf Beschädigungen und Verhärtungen. Reinigen Sie die Dichtungen mit einem milden Reinigungsmittel und behandeln Sie sie anschließend mit speziellem Pflegemittel, um sie geschmeidig zuhalten. Auch die Beschläge sollten Sie jährlich warten und bei Bedarf nachstellen, damit das Fenster weiterhin dicht schließt. Das richtige Einstellen der Fenster ist wichtig für die dauerhafte Funktionalität. Verschmutzte oder beschädigte Dichtungen sollten umgehend ersetzt werden, um die Schalldämmleistung zu erhalten.
Häufige Fehler vermeiden
Bei der Planung und Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen werden immer wieder typische Fehler gemacht, die die Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen können.
Fehler 1: Nur auf den Preis achten
Der größte Fehler ist, ausschließlich nach dem günstigsten Angebot zu entscheiden. Bei der Schalldämmung kommt es auf Details an: die exakte Verglasungskombination, hochwertige Dichtungen, präzise Montage und die richtigen Materialien. Minderwertige Produkte oder unsachgemäße Montage können dazu führen, dass die gewünschte Lärmreduktion nicht erreicht wird. Die Mehrkosten für Qualitätsprodukte und Fachbetriebe amortisieren sich durch die deutlich bessere und langlebigere Schalldämmung.
Fehler 2: Schallbrücken übersehen
Viele konzentrieren sich ausschließlich auf die Fenster und übersehen andere Schwachstellen in der Gebäudehülle. Undichte Stellen an Rollladenkästen, Lüftungsschlitzen, Briefkästen oder der Haustür können die Wirkung neuer Schallschutzfenster zunichte machen. Eine ganzheitliche Betrachtung ist wichtig. Auch die Übergänge zwischen Fenstern und Wand (Laibungen) müssen sorgfältig abgedichtet werden. Undichte Fenster sind eine häufige Ursache für unzureichenden Schallschutz.
Fehler 3: Falsche Schallschutzklasse wählen
Aus Kostengründen wird manchmal eine zu niedrige Schallschutzklasse gewählt, die für die tatsächliche Lärmsituation nicht ausreichend ist. Das Ergebnis: Die Investition bringt nicht die erhoffte Verbesserung. Andererseits ist eine überdimensionierte Lösung unnötig teuer. Eine professionelle Lärmanalyse und Beratung helfen, die richtige Schallschutzklasse zu wählen. In Zweifelsfällen ist es besser, eine Klasse höher zu wählen, da die Mehrkosten überschaubar sind, die Lebensqualität aber deutlich profitiert.
Fazit: Investition in Lebensqualität
Eine wirksame Schalldämmung Fenster ist mehr als nur eine technische Verbesserung – sie ist eine Investition in Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität. Die Kosten für moderne Schallschutzfenster mögen auf den ersten Blick hoch erscheinen, doch die Vorteile überwiegen bei weitem: deutlich reduzierter Lärmpegel, besserer Schlaf, höhere Konzentrationsfähigkeit, verbesserter Wärme- und Einbruchschutz sowie eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Durch staatliche Förderungen und die Energieeinsparungen amortisiert sich die Investition teilweise von selbst. Wichtig ist, dass Sie bei der Planung sorgfältig vorgehen, qualifizierte Fachbetriebe beauftragen und auf zertifizierte Produkte setzen. Mit den richtigen Fenstern, fachgerechtem Einbau und regelmäßiger Wartung schaffen Sie sich eine Wohlfühloase, in der Sie dem Lärm der Außenwelt entfliehen können. Wenn Sie weitere Informationen zu den Kosten für den Fensteraustausch oder zu Fenstern nach Maß benötigen, finden Sie auf unserem Blog weitere detaillierte Ratgeber. Lassen Sie sich Zeit bei der Entscheidung und investieren Sie in eine Lösung, die Ihnen viele Jahre lang Ruhe und Komfort bietet.