Der Austausch alter Fenster gehört zu den effektivsten Maßnahmen der energetischen Sanierung und kann die Heizkosten deutlich senken. Gleichzeitig steigert er den Wohnkomfort, verbessert die Schalldämmung und erhöht die Sicherheit Ihres Zuhauses. Doch bevor Sie mit der Modernisierung beginnen, stellt sich die zentrale Frage: Was kostet es, Fenster auszutauschen? Die fenster austauschen kosten variieren je nach Material, Größe, Verglasung und Einbauaufwand erheblich. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über aktuelle Preise, welche Faktoren die Kosten beeinflussen und wie Sie durch staatliche Förderungen und clevere Planung Geld sparen können.
Warum sollten Sie Ihre Fenster austauschen?
Alte Fenster sind oft wahre Energiefresser. Besonders bei Gebäuden, die vor 1995 errichtet wurden, entsprechen die Fenster meist nicht mehr heutigen Dämmstandards. Einfach verglaste Fenster oder veraltete Zweifachverglasungen lassen viel Wärme entweichen und treiben die Heizkosten in die Höhe. Ein Fenstertausch amortisiert sich oft bereits nach 10 bis 15 Jahren durch die eingesparten Energiekosten. Neben der Energieeffizienz gibt es weitere wichtige Gründe für den Austausch: Moderne Fenster bieten besseren Schallschutz, was besonders in lärmbelasteten Wohnlagen von Vorteil ist. Sie verfügen über verbesserte Sicherheitstechnik mit mehrfach verriegelbaren Beschlägen und abschließbaren Fenstergriffen, die Einbrecher abschrecken. Zudem minimieren hochwertige Fensterdichtungen Zugluft und Feuchtigkeit, wodurch das Risiko für Schimmel am Fenster deutlich reduziert wird. Nicht zuletzt steigert der Einbau neuer Fenster den Wert Ihrer Immobilie erheblich.
Welche Faktoren beeinflussen die fenster austauschen kosten?
Die Gesamtkosten für den Fenstertausch setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. An erster Stelle stehen die Materialkosten für die Fenster selbst. Hier spielt das Rahmenmaterial eine entscheidende Rolle: Kunststofffenster sind am günstigsten, gefolgt von Holzfenstern und Holz-Aluminium-Kombinationen, während reine Aluminiumfenster im oberen Preissegment liegen. Die Größe der Fenster beeinflusst den Preis erheblich – ein Standardfenster mit 120 x 120 cm kostet deutlich weniger als bodentiefe Fenster oder großformatige Elemente. Die Art der Verglasung ist ein weiterer wichtiger Kostenfaktor: Während eine einfache Zweifachverglasung bereits gute Dämmwerte bietet, kostet eine hochwertige Dreifachverglasung mit besonders niedrigem U-Wert etwa 20 bis 30 Prozent mehr. Sonderausstattungen wie Sicherheitsglas, Schallschutzglas, integrierte Lüftungssysteme oder automatische Rollläden erhöhen die Kosten zusätzlich. Der Einbau durch Fachbetriebe schlägt mit etwa 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten zu Buche, variiert aber je nach Aufwand, Zugänglichkeit und regionalen Preisunterschieden. Bei Altbausanierungen können zusätzliche Arbeiten wie die Anpassung der Laibungen oder der Austausch von Fensterbänken erforderlich sein, was die Kosten weiter erhöht.
Aktuelle Preise 2025: Was kostet ein neues Fenster?
Die Preise für neue Fenster haben sich 2025 stabilisiert, nachdem sie in den Vorjahren aufgrund gestiegener Material- und Energiekosten angezogen waren. Für ein Standard-Kunststofffenster mit Zweifachverglasung und den Maßen 120 x 120 cm müssen Sie mit Kosten zwischen 350 und 500 Euro rechnen. Mit Dreifachverglasung steigt der Preis auf etwa 450 bis 650 Euro. Holzfenster in vergleichbarer Größe beginnen bei etwa 500 Euro und können je nach Holzart und Verarbeitung bis zu 800 Euro kosten. Holz-Alu-Fenster liegen preislich zwischen 700 und 1.200 Euro, bieten dafür aber optimale Dämmung und nahezu wartungsfreie Außenseiten. Reine Aluminiumfenster starten bei etwa 800 Euro und erreichen bei größeren Formaten oder Designvarianten schnell 1.500 Euro und mehr. Zu diesen Materialkosten kommen die Einbaukosten hinzu, die sich in der Regel zwischen 150 und 300 Euro pro Fenster bewegen. Bei besonders großen Elementen wie einer Hebeschiebetür oder Terrassentüren können die Kosten deutlich höher ausfallen – hier sollten Sie mit 1.500 bis 3.500 Euro inklusive Einbau rechnen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 12 bis 15 Fenstern ergeben sich somit Gesamtkosten zwischen 8.000 und 18.000 Euro, je nach gewählter Ausstattung.

Kostenvergleich: Rahmenmaterialien im Überblick
Die Wahl des Rahmenmaterials hat nicht nur Einfluss auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf Langlebigkeit, Wartungsaufwand und Energieeffizienz. Kunststofffenster sind die beliebteste Wahl bei Modernisierungen, da sie ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Sie sind pflegeleicht, witterungsbeständig und in vielen Farben und Dekoren erhältlich. Die Lebensdauer liegt bei 40 bis 50 Jahren. Holzfenster überzeugen durch ihre natürliche Optik und ausgezeichnete Dämmeigenschaften. Sie benötigen allerdings regelmäßige Pflege durch Lasuren oder Anstriche alle 5 bis 8 Jahre. Holz-Aluminium-Fenster vereinen die Vorteile beider Materialien: innen die warme Holzoptik, außen eine wartungsfreie Aluminiumschale, die optimal vor Witterung schützt. Diese Kombination ist besonders langlebig und erreicht eine Lebensdauer von über 60 Jahren. Reine Aluminiumfenster punkten mit ihrer Stabilität, schlanken Profilen und modernem Design. Sie sind ideal für großformatige Verglasungen und benötigen praktisch keine Wartung. Allerdings ist die Wärmedämmung ohne thermische Trennung schlechter als bei anderen Materialien, weshalb hochwertige Aluminium-Systeme mit speziellen Dämmkernen ausgestattet werden. Bei der Entscheidung sollten Sie neben den Anschaffungskosten auch die Folgekosten für Wartung und mögliche Reparaturen über die gesamte Lebensdauer berücksichtigen.
Staatliche Förderungen: So reduzieren Sie die fenster austauschen kosten
Der Staat unterstützt energetische Sanierungsmaßnahmen durch attraktive Förderprogramme, die die fenster austauschen kosten erheblich senken können. Die wichtigste Anlaufstelle ist die BAFA Förderung für Fenster, die im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gewährt wird. Für den Austausch von Fenstern können Sie einen Zuschuss von bis zu 15 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Bei einem umfassenden Sanierungsfahrplan kann die Förderung sogar auf 20 Prozent steigen. Die maximale Fördersumme liegt bei 60.000 Euro pro Wohneinheit, sodass selbst größere Projekte profitieren. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die neuen Fenster einen U-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) aufweisen – moderne Fenster mit Dreifachverglasung erfüllen diesen Wert problemlos. Alternativ zur BAFA-Förderung können Sie die KfW-Förderung nutzen, die zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen anbietet. Das KfW-Programm 261 ermöglicht Kredite bis 150.000 Euro mit Zuschüssen von bis zu 45 Prozent, wenn Sie Ihr Haus zum Effizienzhaus sanieren. Auch hier müssen bestimmte energetische Standards erreicht werden. Wichtig ist, dass Sie den Förderantrag unbedingt vor Beginn der Maßnahme stellen und einen zertifizierten Energieberater hinzuziehen. Dessen Kosten werden übrigens ebenfalls mit bis zu 50 Prozent gefördert. Neben bundesweiten Programmen bieten viele Bundesländer und Kommunen eigene Fördertöpfe an. In Baden-Württemberg beispielsweise gibt es zusätzliche Landesmittel, in Bayern können über das 10.000-Häuser-Programm weitere Zuschüsse beantragt werden. Ein Blick auf die regionalen Förderdatenbanken lohnt sich also immer.
Steuerliche Absetzbarkeit als Alternative zur Direktförderung
Wer keine BAFA- oder KfW-Förderung in Anspruch nimmt, kann die Kosten für den Fenstertausch steuerlich geltend machen. Seit 2020 können energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutzten Wohngebäuden über drei Jahre verteilt von der Steuer abgesetzt werden: 20 Prozent der Aufwendungen, maximal 40.000 Euro pro Objekt. Im ersten Jahr nach Abschluss der Maßnahme können Sie 7 Prozent der Kosten absetzen, im zweiten Jahr ebenfalls 7 Prozent und im dritten Jahr noch einmal 6 Prozent. Wichtig ist, dass das Gebäude bei Beginn der Sanierung mindestens 10 Jahre alt ist und Sie es selbst bewohnen. Die Steuerermäßigung wird direkt von der Steuerschuld abgezogen, nicht vom zu versteuernden Einkommen, was sie besonders attraktiv macht. Voraussetzung ist auch hier, dass die Fenster einen U-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen. Sie benötigen eine Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens, die bestätigt, dass die Anforderungen erfüllt sind. Diese Bescheinigung muss dem Finanzamt zusammen mit der Handwerkerrechnung vorgelegt werden. Die steuerliche Absetzbarkeit lässt sich übrigens nicht mit der BAFA- oder KfW-Förderung kombinieren – Sie müssen sich für einen Weg entscheiden. Eine Kombination ist nur möglich, wenn Sie unterschiedliche Maßnahmen durchführen, etwa Fenster über BAFA fördern lassen und die Fassadendämmung steuerlich absetzen.
Einbaukosten: Was kostet die Montage?
Die professionelle Montage neuer Fenster ist entscheidend für deren Funktion und Langlebigkeit. Fehlerhafte Einbauten führen zu Wärmebrücken, Zugluft und Feuchtigkeitsschäden. Deshalb sollten Sie auf Fachbetriebe setzen, auch wenn das die Kosten erhöht. Die durchschnittlichen Einbaukosten liegen zwischen 150 und 300 Euro pro Fenster, abhängig von verschiedenen Faktoren. Bei Standardfenstern in Neubauten oder bei einfachen Austauscharbeiten bewegen sich die Kosten am unteren Ende dieser Spanne. Komplizierter wird es bei Altbauten mit dicken Mauern oder speziellen Anforderungen an die Dämmung. Hier kann die Montage auch 350 bis 450 Euro pro Fenster kosten. Bei großformatigen Elementen wie Panoramafenstern oder Schiebetüren sind die Einbaukosten entsprechend höher, da oft mehrere Monteure und spezielles Werkzeug erforderlich sind. In der Einbaukosten sind üblicherweise folgende Leistungen enthalten: Ausbau und fachgerechte Entsorgung der alten Fenster, Vorbereitung der Laibung, Einsetzen und Ausrichten des neuen Fensters, Verschrauben und Verdübeln, Abdichtung mit Montageschaum und Dichtbändern sowie die Montage von Fensterbänken. Nicht enthalten sind meist zusätzliche Malerarbeiten oder die Anpassung von Fensterläden und Rollläden. Achten Sie darauf, dass der Einbau nach den Regeln der Technik erfolgt, insbesondere nach der RAL-Montage, die eine professionelle Abdichtung in drei Ebenen vorsieht. Ein fachmännischer Einbau ist auch Voraussetzung für Förderungen und Gewährleistungsansprüche.

Spartipps: Wie Sie die fenster austauschen kosten senken
Es gibt verschiedene Strategien, um beim Fenstertausch Geld zu sparen, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Die wichtigste Maßnahme ist die Beantragung von Fördermitteln – dadurch können Sie bis zu 20 Prozent der Kosten einsparen. Planen Sie mehrere Sanierungsmaßnahmen, kann ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zusätzliche 5 Prozent Förderbonus bringen. Ein weiterer Spartipp ist der Vergleich verschiedener Angebote. Holen Sie mindestens drei Angebote von Fachbetrieben ein und prüfen Sie diese genau auf Leistungsumfang und Konditionen. Online-Anbieter wie Fensterhero können durch schlanke Strukturen oft günstigere Preise bieten als lokale Händler, ohne bei der Qualität Kompromisse einzugehen. Beim Material können Sie sparen, indem Sie auf Standardmaße und -farben setzen. Fenster nach Maß in Sonderformen oder -farben sind deutlich teurer als Standardausführungen. Auch bei der Verglasung gibt es Sparpotenzial: Für die meisten Wohngebäude reicht eine hochwertige Zweifachverglasung völlig aus, eine Dreifachverglasung lohnt sich vor allem bei Passivhäusern oder extrem kalten Regionen. Bei der Ausstattung sollten Sie überlegen, welche Features Sie wirklich benötigen. Eingebaute Rolläden, elektrische Antriebe oder spezielle Schallschutzgläser sind komfortabel, treiben aber die Kosten in die Höhe. Oft reicht eine solide Grundausstattung vollkommen aus. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, können Sie Nebenarbeiten selbst übernehmen, etwa den Ausbau alter Fenster, Malerarbeiten oder die Montage von Fliegengittern. Der eigentliche Einbau der Fenster sollte aber unbedingt vom Fachmann erfolgen, um Gewährleistung und Förderansprüche nicht zu gefährden. Der richtige Zeitpunkt spielt ebenfalls eine Rolle: In den Wintermonaten und zu Jahresbeginn haben Handwerksbetriebe oft mehr Kapazitäten und gewähren mitunter Rabatte. Sammeln Sie zudem alle Belege und Rechnungen sorgfältig, um die steuerliche Absetzbarkeit oder Förderung problemlos geltend machen zu können.
Besondere Fenstervarianten und ihre Kosten
Neben Standard-Dreh-Kipp-Fenstern gibt es zahlreiche Sondervarianten, die je nach Einsatzbereich sinnvoll sein können, aber auch unterschiedliche Kosten verursachen. Kellerfenster sind meist kleiner dimensioniert und benötigen oft Lichtschächte. Sie kosten ab etwa 200 Euro aufwärts, bei hochwertiger Ausführung mit Einbruchschutz auch 400 bis 600 Euro. Dachfenster sind aufgrund ihrer besonderen Einbausituation und der erhöhten Anforderungen an Dichtigkeit teurer. Ein Standard-Dachfenster kostet zwischen 500 und 1.000 Euro, hinzu kommen Einbaukosten von 300 bis 600 Euro, da Dacharbeiten aufwendiger und gefährlicher sind. Schiebefenster und Hebeschiebetüren sind ideal für große Öffnungen zur Terrasse oder in den Garten. Sie beginnen preislich bei etwa 1.500 Euro und können bei großen Formaten mit Dreifachverglasung und Sicherheitsausstattung 4.000 bis 6.000 Euro kosten. Sprossenfenster verleihen Häusern einen traditionellen Charakter. Echte Sprossen, die das Glas teilen, sind teurer als aufgesetzte Ziersprossen. Der Aufpreis liegt zwischen 15 und 40 Prozent gegenüber glatten Fenstern. Besonders kostenintensiv sind Sonderformen wie Rundbögen, Dreiecks- oder Trapezfenster, die individuell gefertigt werden müssen. Hier sollten Sie mit mindestens 50 Prozent Aufpreis rechnen.
Energieeinsparung durch neue Fenster: Wann rechnet sich der Austausch?
Eine der häufigsten Fragen beim Fenstertausch ist die nach der Amortisation. Wann haben sich die fenster austauschen kosten durch eingesparte Heizkosten wieder bezahlt? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: dem Zustand der alten Fenster, der Qualität der neuen Fenster, den Energiepreisen und dem Heizverhalten. Als Faustregel gilt: Je älter die bestehenden Fenster und je schlechter ihr U-Wert, desto schneller amortisiert sich die Investition. Bei einfach verglasten Fenstern aus den 1970er Jahren mit einem U-Wert von etwa 5,0 W/(m²K) können Sie durch den Austausch gegen moderne Fenster mit U-Wert 0,9 W/(m²K) bis zu 75 Prozent der Wärmeverluste über die Fenster einsparen. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 12 Fenstern entspricht das einer jährlichen Heizkostenersparnis von etwa 800 bis 1.200 Euro, je nach Energiepreis. Ohne Förderung würde sich die Investition von etwa 12.000 Euro somit nach 10 bis 15 Jahren amortisieren. Mit Förderung verkürzt sich diese Zeit auf 8 bis 12 Jahre. Bei neueren Fenstern aus den 1990er Jahren mit Zweifachverglasung (U-Wert etwa 1,3 W/(m²K)) ist die Ersparnis geringer. Hier rechnet sich der Austausch vor allem, wenn weitere Faktoren wie Sicherheit, Schallschutz oder sichtbare Schäden eine Rolle spielen. Wichtig ist auch: Die eingesparten Heizkosten sind nur ein Aspekt. Neue Fenster steigern den Wohnkomfort erheblich, reduzieren Zugluft und kalte Wandflächen, verbessern den Schallschutz und erhöhen die Sicherheit. Diese Faktoren lassen sich schwerer in Euro beziffern, tragen aber wesentlich zur Lebensqualität bei. Zudem steigt der Wert der Immobilie, was sich beim Verkauf positiv bemerkbar macht.
Der richtige Zeitpunkt für den Fenstertausch
Grundsätzlich können Fenster ganzjährig ausgetauscht werden, doch einige Zeitpunkte sind günstiger als andere. Die beste Jahreszeit ist das späte Frühjahr oder der frühe Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und wenig Niederschlag zu erwarten ist. Im Winter ist der Austausch zwar möglich, aber durch Kälte und Nässe unangenehmer und birgt ein höheres Risiko für Schäden am Innenraum. Im Hochsommer kann die Hitze während der Montage belastend sein, und bei starker Sonneneinstrahlung kann das Abdichtungsmaterial schneller aushärten als gewünscht. Aus wirtschaftlicher Sicht kann der Winter dennoch attraktiv sein: Viele Handwerksbetriebe haben in der kalten Jahreszeit mehr Kapazitäten und bieten günstigere Konditionen. Wenn Sie mehrere Sanierungsmaßnahmen planen, etwa eine Fassadensanierung, sollten Sie den Fenstertausch koordiniert durchführen. Idealerweise werden zuerst die Fenster getauscht und danach die Fassade gedämmt, sodass die Fenster optimal in der Dämmebene sitzen. Beachten Sie auch die Vorlaufzeiten: Von der Bestellung bis zur Lieferung vergehen bei maßgefertigten Fenstern oft 6 bis 10 Wochen. Hinzu kommt die Zeit für die Terminvereinbarung mit dem Handwerksbetrieb. Planen Sie daher mindestens 3 bis 4 Monate Vorlauf ein. Bei Förderprogrammen müssen Sie zusätzlich die Bearbeitungszeit für den Antrag berücksichtigen, die weitere 4 bis 8 Wochen betragen kann. Wichtig: Beginnen Sie niemals mit dem Austausch, bevor der Förderbescheid vorliegt, sonst verfällt der Anspruch.
Fenstermontage: Darauf sollten Sie achten
Die Qualität der Montage ist mindestens so wichtig wie die Qualität der Fenster selbst. Eine fehlerhafte Montage kann selbst das beste Fenster wertlos machen und zu erheblichen Folgeschäden führen. Achten Sie darauf, dass die Montage nach RAL-Standard erfolgt. Diese Richtlinie beschreibt eine professionelle Abdichtung in drei Funktionsebenen: innen luftdicht, in der Mitte wärmedämmend und außen schlagregendicht. Die innere Abdichtungsebene verhindert, dass warme, feuchte Raumluft in die Fuge eindringt. Die mittlere Ebene dämmend mit Montageschaum oder Dämmkeilen sorgt für Wärmeschutz. Die äußere Ebene schützt vor eindringendem Wasser und Wind, muss aber diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit nach außen entweichen kann. Ein seriöser Fachbetrieb verwendet hochwertige Materialien wie vorkomprimierte Dichtbänder, spezielle Montageschäume und Dampfbremsen. Nach dem Einbau sollten Sie die Montage überprüfen: Öffnen und schließen Sie jedes Fenster mehrmals, achten Sie auf gleichmäßige Spaltmaße und prüfen Sie, ob die Fenster dicht schließen. Ein einfacher Test ist die Papierstreifenmethode: Klemmen Sie ein Blatt Papier beim Schließen ein – wenn es sich leicht herausziehen lässt, schließt das Fenster nicht dicht genug. Dokumentieren Sie Mängel sofort und lassen Sie diese umgehend beheben. Lassen Sie sich vom Betrieb eine Montagebescheinigung ausstellen, die für Förderanträge und Gewährleistung wichtig ist. Prüfen Sie auch, ob die Gewährleistungsfristen klar geregelt sind – üblich sind 5 Jahre auf das Material und 2 Jahre auf die Montage.

Häufige Fehler beim Fenstertausch vermeiden
Bei der Planung und Durchführung eines Fensteraustauschs werden immer wieder dieselben Fehler gemacht, die zu unnötigen Mehrkosten oder Problemen führen. Ein häufiger Fehler ist die Wahl falscher Fenstergrößen. Messen Sie die Fensteröffnungen genau aus oder lassen Sie dies vom Fachbetrieb machen. Zu kleine Fenster führen zu breiten Fugen, zu große Fenster passen nicht in die Öffnung. Auch die Wahl eines unpassenden Materials ist problematisch. In denkmalgeschützten Gebäuden sind oft nur Holzfenster zulässig, in sehr modernen Bauten können Kunststofffenster optisch deplatziert wirken. Informieren Sie sich über eventuelle Vorgaben in Bebauungsplänen oder Gestaltungssatzungen. Ein weiterer Fehler ist das Vernachlässigen des Wärmeschutzes rund um das Fenster. Neue Fenster in schlecht gedämmten Wänden können zu Wärmebrücken führen. Unter Umständen ist eine zusätzliche Dämmung der Laibung sinnvoll. Unterschätzen Sie auch nicht die Entsorgungskosten alter Fenster. Zwar übernehmen viele Betriebe dies im Rahmen der Montage, aber bei Eigenleistung müssen Sie sich selbst um die fachgerechte Entsorgung kümmern. Alte Fenster gehören nicht in den normalen Hausmüll, sondern müssen zum Wertstoffhof gebracht werden. Vermeiden Sie es, am falschen Ende zu sparen. Billigfenster aus dem Internet ohne Zertifizierung mögen zunächst verlockend erscheinen, erfüllen aber oft nicht die Anforderungen für Förderungen und können qualitativ minderwertig sein. Auch die Beauftragung unseriöser Billiganbieter kann teuer werden, wenn die Montage fehlerhaft ist oder keine Gewährleistung übernommen wird.
Pflege und Wartung: Die Lebensdauer Ihrer neuen Fenster verlängern
Nach dem Austausch möchten Sie möglichst lange Freude an Ihren neuen Fenstern haben. Mit der richtigen Pflege können Sie die Lebensdauer deutlich verlängern. Moderne Kunststofffenster sind besonders pflegeleicht. Reinigen Sie Rahmen und Glas regelmäßig mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Vermeiden Sie aggressive Reiniger, Scheuermittel oder Lösungsmittel, die die Oberfläche angreifen können. Achten Sie darauf, dass die Entwässerungsöffnungen im unteren Rahmenbereich frei bleiben, damit Kondenswasser abfließen kann. Holzfenster benötigen mehr Aufmerksamkeit. Kontrollieren Sie den Lack oder die Lasur regelmäßig auf Risse oder abgeblätterte Stellen und bessern Sie diese umgehend aus, um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen. Alle 5 bis 8 Jahre sollte ein kompletter neuer Anstrich erfolgen. Auch die Beschläge benötigen Pflege: Ölen Sie bewegliche Teile wie Scharniere und Verriegelungen ein- bis zweimal jährlich mit säurefreiem Öl. Prüfen Sie regelmäßig die Dichtungen auf Risse oder Verhärtungen und tauschen Sie beschädigte Dichtungen aus. Mit einem speziellen Pflegemittel bleiben Gummidichtungen länger elastisch. Kontrollieren Sie auch die Einstellung der Fenster. Wenn ein Fenster nicht mehr richtig schließt oder beim Öffnen schleift, können Sie es mit wenigen Handgriffen selbst nachjustieren. Informationen zum Fenster Einstellen finden Sie in unserem separaten Ratgeber. Achten Sie besonders nach dem ersten Winter darauf, dass sich keine Feuchtigkeit zwischen den Scheiben bildet. Kondenswasser am Fenster auf der Innenseite ist normal und entsteht durch Temperaturunterschiede, Kondenswasser zwischen den Scheiben deutet jedoch auf ein defektes Fenster hin, das reklamiert werden sollte.
Fazit: Investition in Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz
Der Austausch alter Fenster ist eine lohnende Investition, die sich durch geringere Heizkosten, höheren Wohnkomfort und eine Wertsteigerung der Immobilie auszahlt. Die fenster austauschen kosten liegen für ein durchschnittliches Einfamilienhaus zwischen 8.000 und 18.000 Euro, können aber durch staatliche Förderungen um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Zusätzlich profitieren Sie von der steuerlichen Absetzbarkeit, die weitere 20 Prozent der Kosten über drei Jahre verteilt zurückbringt. Bei der Planung sollten Sie nicht nur auf den Preis achten, sondern vor allem auf Qualität, fachgerechte Montage und die passende Ausstattung für Ihre Bedürfnisse. Ein niedriger U-Wert, gute Schallschutzeigenschaften und Sicherheitsausstattungen wie Einbruchschutz für Fenster sind wichtige Kriterien. Vergleichen Sie mehrere Angebote, prüfen Sie Fördermöglichkeiten und planen Sie ausreichend Vorlauf ein. Mit einer durchdachten Planung und der Wahl des richtigen Partners wird Ihr Fensterprojekt zum Erfolg. Fensterhero unterstützt Sie dabei mit transparenten Preisen, hochwertigen Produkten und kompetenter Beratung. Nutzen Sie unsere Online-Konfiguratoren, um Ihre Wunschfenster zu planen und ein unverbindliches Angebot zu erhalten. So behalten Sie die fenster austauschen kosten von Anfang an im Blick und können Ihr Projekt realistisch kalkulieren. Investieren Sie jetzt in neue Fenster und profitieren Sie von mehr Komfort, niedrigeren Energiekosten und einer zukunftssicheren Immobilie.