Die KfW Förderung Fenster bietet Hausbesitzern und Bauherren attraktive finanzielle Unterstützung bei der Modernisierung oder dem Austausch veralteter Fenster. Im Jahr 2025 haben sich die Förderbedingungen und -programme weiterentwickelt, um den Klimaschutz und die Energieeffizienz im Gebäudebestand weiter voranzutreiben. Wer alte, zugige Fenster gegen moderne, energieeffiziente Modelle austauscht, profitiert nicht nur von niedrigeren Heizkosten und mehr Wohnkomfort, sondern kann auch staatliche Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite in Anspruch nehmen. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die aktuellen KfW-Programme, die konkreten Förderhöhen, die technischen Voraussetzungen und den gesamten Antragsprozess.
Was ist die KfW Förderung für Fenster?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine staatliche Förderbank, die im Auftrag der Bundesregierung verschiedene Programme zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden anbietet. Die KfW Förderung Fenster ist Teil dieser Bemühungen und zielt darauf ab, den Energieverbrauch durch bessere Wärmedämmung zu senken. Moderne Fenster mit Dreifachverglasung und einem niedrigen U-Wert bei Fenstern können den Wärmeverlust drastisch reduzieren und somit einen wichtigen Beitrag zur energetischen Sanierung leisten.
Die Förderung erfolgt in der Regel über zwei Hauptwege: als direkter Investitionszuschuss, bei dem Sie einen prozentualen Anteil der Sanierungskosten erstattet bekommen, oder als zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss. Beide Varianten können die finanzielle Belastung beim Fenstertausch erheblich reduzieren. Wichtig zu wissen ist, dass die KfW Förderung nicht isoliert für einzelne Fenster vergeben wird, sondern in der Regel im Rahmen umfassenderer energetischer Sanierungsmaßnahmen oder bei der Erreichung bestimmter Effizienzhaus-Standards.
Aktuelle KfW-Programme für Fenster 2025
Im Jahr 2025 stehen mehrere KfW-Programme zur Verfügung, die den Austausch von Fenstern fördern. Die wichtigsten Programme sind:
KfW 261 – Wohngebäude Kredit
Das Programm KfW 261 bietet zinsgünstige Kredite bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit für die Sanierung zum Effizienzhaus. Je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard erhalten Sie zusätzlich einen Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent der Kreditsumme. Der Fenstertausch kann als Teil der Gesamtsanierung gefördert werden, wenn bestimmte energetische Standards erreicht werden. Besonders attraktiv ist dieses Programm für umfassende Sanierungsvorhaben, bei denen nicht nur die Fenster, sondern auch Dämmung, Heizung und weitere Gebäudekomponenten modernisiert werden.
KfW 461 – Wohngebäude Zuschuss
Als Alternative zum Kreditprogramm bietet die KfW 461 einen direkten Investitionszuschuss von bis zu 67.500 Euro pro Wohneinheit. Auch hier richtet sich die Förderhöhe nach dem erreichten Effizienzhaus-Standard. Der Vorteil: Sie müssen keinen Kredit aufnehmen und erhalten das Geld direkt ausgezahlt. Die KfW Förderung Fenster im Rahmen dieses Programms ist besonders interessant für Eigentümer, die über ausreichend Eigenkapital verfügen und keine zusätzliche Finanzierung benötigen.
Einzelmaßnahmen-Förderung
Neben der Förderung von Effizienzhaus-Standards gibt es auch Programme für energetische Einzelmaßnahmen. Hier können Sie speziell für den Fenstertausch eine Förderung beantragen, ohne das gesamte Gebäude auf einen bestimmten Effizienzstandard bringen zu müssen. Die Förderquote liegt bei bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 12.000 Euro pro Wohneinheit. Diese Option ist ideal für Eigentümer, die zunächst nur die Fenster austauschen möchten und weitere Sanierungsschritte zu einem späteren Zeitpunkt planen.
Förderhöhen und Zuschüsse im Detail
Die konkrete Höhe der Förderung hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind vor allem der erreichte Effizienzhaus-Standard und der Umfang der Sanierungsmaßnahmen. Bei einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus 40 können Sie mit den höchsten Fördersätzen rechnen – bis zu 45 Prozent Tilgungszuschuss bei Krediten oder entsprechende Investitionszuschüsse. Für Effizienzhaus 55 liegt die Förderung bei bis zu 40 Prozent, für Effizienzhaus 70 bei bis zu 35 Prozent.
Beim reinen Fenstertausch als Einzelmaßnahme sind die Fördersätze etwas niedriger angesetzt. Hier können Sie mit 20 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen. Zu den förderfähigen Kosten zählen nicht nur die Fenster selbst, sondern auch die fachgerechte Montage, notwendige Anpassungen an der Gebäudehülle und die Kosten für die erforderliche Energieberatung. Ein typisches Beispiel: Bei Kosten für den Fensteraustausch von 15.000 Euro würden Sie bei einer Einzelmaßnahmen-Förderung einen Zuschuss von 3.000 Euro erhalten.

Technische Voraussetzungen für die Förderung
Nicht jedes Fenster ist automatisch förderfähig. Die KfW stellt konkrete technische Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit Sie die KfW Förderung Fenster in Anspruch nehmen können. Die wichtigste Kennzahl ist der U-Wert, der die Wärmedurchlässigkeit des Fensters angibt. Je niedriger dieser Wert, desto besser ist die Dämmwirkung.
Für die Förderung im Jahr 2025 gelten folgende Mindestanforderungen: Der U-Wert für das gesamte Fenster (inklusive Rahmen) darf maximal 0,95 W/(m²K) betragen. Für die reine Verglasung liegt der Grenzwert bei 0,6 W/(m²K). Diese Werte erreichen Sie in der Regel mit modernen Dreifachverglasungen und hochwertigen Rahmen aus Kunststoff, Holz oder Aluminium. Auch die fachgerechte Montage ist entscheidend: Die Fenster müssen luftdicht eingebaut werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Ein Blower-Door-Test kann nach dem Einbau nachweisen, dass die Luftdichtheit den Anforderungen entspricht.
Welche Fenstertypen werden gefördert?
Grundsätzlich werden alle Fenstertypen gefördert, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Dazu gehören normale Drehkippfenster ebenso wie Schiebefenster, Dachfenster und bodentiefe Fenster. Auch Kellerfenster und spezielle Elemente wie Terrassentüren oder Hebeschiebetüren können Teil der Förderung sein, sofern sie die U-Wert-Anforderungen erfüllen.
Bei der Material-Wahl sind Sie weitgehend frei. Ob Sie sich für Kunststofffenster, Holzfenster, Aluminiumfenster oder eine Kombination aus verschiedenen Materialien entscheiden, spielt für die Förderung keine Rolle – entscheidend ist ausschließlich die energetische Qualität. Auch ästhetische Aspekte wie die Farbe der Fenster, etwa beliebte Fenster in Anthrazit, oder die Gestaltung mit Sprossen bei Sprossenfenstern haben keinen Einfluss auf die Förderfähigkeit.
Der Antragsprozess Schritt für Schritt
Die Beantragung der KfW Förderung Fenster folgt einem klar strukturierten Prozess, bei dem die richtige Reihenfolge entscheidend ist. Ein häufiger Fehler ist es, mit den Baumaßnahmen zu beginnen, bevor der Förderantrag gestellt wurde – in diesem Fall verfällt der Förderanspruch vollständig. Deshalb ist es wichtig, den Ablauf genau zu kennen und einzuhalten.
Schritt 1: Energieberatung beauftragen
Der erste und wichtigste Schritt ist die Beauftragung eines zertifizierten Energieberaters. Dieser erstellt eine Bestandsaufnahme Ihres Gebäudes und entwickelt ein Sanierungskonzept. Der Energieberater prüft, welche Maßnahmen sinnvoll sind, welcher Effizienzhaus-Standard erreicht werden kann und wie hoch die voraussichtlichen Kosten sein werden. Er erstellt auch die „Technische Projektbeschreibung“ (TPB), die für den KfW-Antrag zwingend erforderlich ist. Die Kosten für die Energieberatung selbst sind ebenfalls förderfähig – über das BAFA-Programm für Energieberatung können Sie hier bis zu 80 Prozent der Beratungskosten erstattet bekommen.
Schritt 2: Förderantrag stellen
Mit der TPB Ihres Energieberaters können Sie nun den Förderantrag bei der KfW stellen. Bei Kreditprogrammen (KfW 261) erfolgt dies über Ihre Hausbank, die als Vermittler fungiert. Bei Zuschuss-Programmen (KfW 461) können Sie den Antrag direkt über das KfW-Zuschussportal online einreichen. Wichtig: Der Antrag muss vollständig eingereicht und bewilligt sein, bevor Sie Aufträge an Handwerker vergeben oder Kaufverträge für Fenster abschließen. Nur Planungsleistungen und die Energieberatung dürfen bereits vorher beauftragt werden.
Schritt 3: Zusage abwarten
Nach Einreichung des Antrags prüft die KfW die Unterlagen. Bei vollständigen und korrekten Angaben erhalten Sie in der Regel innerhalb von wenigen Werktagen eine Zusage. Diese Förderzusage gilt dann für einen bestimmten Zeitraum (meist 36 Monate), in dem Sie die Sanierungsmaßnahmen durchführen müssen. Mit der Zusage in der Hand können Sie nun verbindliche Angebote einholen und Aufträge vergeben.
Schritt 4: Sanierung durchführen
Jetzt können die eigentlichen Arbeiten beginnen. Beauftragen Sie ausschließlich qualifizierte Fachbetriebe für den Einbau Ihrer neuen Fenster. Die fachgerechte Montage ist nicht nur für die Funktionalität wichtig, sondern auch eine Voraussetzung für die Förderung. Achten Sie darauf, dass alle Rechnungen und Nachweise sorgfältig aufbewahrt werden – diese benötigen Sie später für die Auszahlung. Dokumentieren Sie auch den Baufortschritt mit Fotos, falls Rückfragen entstehen sollten.
Schritt 5: Bestätigung nach Durchführung
Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen muss Ihr Energieberater eine „Bestätigung nach Durchführung“ erstellen. Darin wird bestätigt, dass alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden und die technischen Mindestanforderungen erfüllt sind. Diese Bestätigung reichen Sie zusammen mit den Handwerkerrechnungen bei der KfW ein. Bei Zuschuss-Programmen erfolgt die Auszahlung dann in der Regel innerhalb weniger Wochen. Bei Kreditprogrammen wird der Tilgungszuschuss direkt mit der Kreditsumme verrechnet.
Kombination mit anderen Förderprogrammen
Eine häufige Frage ist, ob die KfW Förderung Fenster mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden kann. Grundsätzlich gilt: Eine Doppelförderung für dieselbe Maßnahme ist nicht zulässig. Sie können also nicht gleichzeitig KfW-Förderung und BAFA Förderung für Fenster für den gleichen Fenstertausch beantragen.
Allerdings können Sie verschiedene Förderprogramme für unterschiedliche Maßnahmen kombinieren. Beispielsweise können Sie die KfW-Förderung für den Fenstertausch nutzen und gleichzeitig eine BAFA-Förderung für den Austausch Ihrer Heizung beantragen. Auch regionale Förderprogramme einzelner Bundesländer oder Kommunen können unter Umständen zusätzlich zur KfW-Förderung in Anspruch genommen werden. Wichtig ist hier eine sorgfältige Prüfung und Beratung durch Ihren Energieberater, der die Förderlandschaft genau kennt und optimale Kombinationen für Ihr Projekt empfehlen kann.
Zusätzlich zur direkten Förderung können Sie auch steuerliche Vorteile nutzen. Die energetische Sanierung kann über drei Jahre verteilt steuerlich geltend gemacht werden – bis zu 20 Prozent der Aufwendungen, maximal 40.000 Euro. Allerdings gilt auch hier: Sie müssen sich zwischen der steuerlichen Förderung und den KfW/BAFA-Programmen entscheiden. Eine Kombination von direkter Förderung und Steuerbonus für dieselben Maßnahmen ist nicht möglich.

Kosten und Wirtschaftlichkeit
Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit eines Fenstertauschs mit KfW-Förderung lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie von vielen individuellen Faktoren abhängt. Grundsätzlich setzen sich die Gesamtkosten aus mehreren Komponenten zusammen: den Materialkosten für die neuen Fenster, den Montagekosten, eventuellen Zusatzarbeiten wie dem Anpassen von Fensterbänken oder Rollladenkästen sowie den Kosten für die Energieberatung.
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit etwa 10 bis 15 Fenstern liegt bei einem kompletten Fenstertausch typischerweise zwischen 10.000 und 25.000 Euro, je nach Fensterqualität, Größe und Material. Hochwertige Dreifachverglasungen mit besonders niedrigen U-Werten sind dabei tendenziell teurer als Standardmodelle, bieten aber auch bessere Dämmwerte und höhere Energieeinsparungen.
Bei Inanspruchnahme der KfW-Förderung reduzieren sich diese Kosten erheblich. Bei einer Einzelmaßnahmen-Förderung von 20 Prozent würden aus 15.000 Euro Gesamtkosten noch 12.000 Euro Eigenanteil. Bei einer umfassenden Sanierung zum Effizienzhaus mit höheren Fördersätzen kann die Ersparnis noch deutlich größer ausfallen. Hinzu kommen die laufenden Einsparungen bei den Heizkosten: Moderne Fenster können den Wärmeverlust um bis zu 70 Prozent gegenüber alten Einfachverglasungen reduzieren.
Besonderheiten bei Altbausanierung
Bei der Altbausanierung gelten teilweise besondere Regelungen für die KfW Förderung Fenster. Denkmalgeschützte Gebäude oder Häuser in historischen Ensembles müssen oft bestimmte gestalterische Vorgaben einhalten, die sich mit modernen Energiestandards nicht immer leicht vereinbaren lassen. Für solche Fälle sieht die KfW Ausnahmeregelungen vor: Die U-Wert-Anforderungen können unter bestimmten Voraussetzungen gelockert werden, wenn nachgewiesen wird, dass die Standardanforderungen aufgrund denkmalpflegerischer Auflagen nicht erfüllbar sind.
Trotzdem ist auch bei Altbauten eine erhebliche Verbesserung der Energieeffizienz möglich. Spezielle Kastenfenster mit Isolierverglasung können historisches Aussehen mit moderner Dämmtechnik verbinden. Auch der Einsatz von Innendämmung oder speziellen Vorsatzschalen kann helfen, die energetischen Anforderungen zu erfüllen, ohne das äußere Erscheinungsbild zu stark zu verändern. Ihr Energieberater kann hier gemeinsam mit Denkmalschutzbehörden und spezialisierten Handwerkern individuelle Lösungen entwickeln.
Häufige Fehler bei der Antragstellung vermeiden
Bei der Beantragung der KfW-Förderung passieren immer wieder typische Fehler, die zur Ablehnung oder zum Verlust des Förderanspruchs führen können. Der häufigste und schwerwiegendste Fehler ist der vorzeitige Maßnahmenbeginn: Wer Fenster bestellt oder Handwerker beauftragt, bevor die Förderzusage vorliegt, verliert den kompletten Förderanspruch. Auch eine nachträgliche Beantragung ist dann nicht mehr möglich.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die technische Dokumentation. Alle eingebauten Fenster müssen die geforderten U-Werte nachweislich erfüllen. Achten Sie darauf, dass Sie von Ihrem Fensterhersteller entsprechende Produktdatenblätter und Zertifikate erhalten, die die technischen Eigenschaften belegen. Ohne diese Nachweise kann die Bestätigung nach Durchführung nicht ausgestellt werden, und die Förderung wird nicht ausgezahlt.
Auch Fristen sollten unbedingt eingehalten werden. Die KfW setzt für die Durchführung der Maßnahmen einen bestimmten Zeitrahmen. Wenn dieser überschritten wird, ohne dass eine Verlängerung beantragt wurde, kann die Förderzusage verfallen. Planen Sie deshalb realistische Zeitfenster ein und informieren Sie die KfW rechtzeitig, wenn sich Verzögerungen abzeichnen. Eine professionelle Projektplanung durch Ihren Energieberater hilft, solche Probleme von vornherein zu vermeiden.
Energieberater finden und beauftragen
Die Wahl des richtigen Energieberaters ist entscheidend für den Erfolg Ihres Vorhabens mit der KfW Förderung Fenster. Nicht jeder Energieberater ist für die KfW-Förderung zugelassen – Sie benötigen einen Experten, der in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes geführt wird. Diese Liste finden Sie online auf der Website der Deutschen Energie-Agentur (dena). Dort können Sie gezielt nach qualifizierten Beratern in Ihrer Region suchen.
Bei der Auswahl sollten Sie auf mehrere Kriterien achten: Erfahrung mit ähnlichen Projekten, Spezialisierung auf Wohngebäude, Referenzen und nicht zuletzt die Chemie zwischen Ihnen und dem Berater. Ein guter Energieberater nimmt sich Zeit für eine ausführliche Bestandsaufnahme, erklärt Ihnen verschiedene Sanierungsoptionen und deren Vor- und Nachteile und entwickelt ein individuell auf Ihr Gebäude und Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept. Die Kosten für einen zertifizierten Energieberater liegen typischerweise zwischen 1.000 und 2.500 Euro für ein Einfamilienhaus, wobei Sie über die BAFA-Förderung einen Großteil dieser Kosten erstattet bekommen können.
Praktische Tipps für Ihren Fenstertausch
Neben den formalen Aspekten der Förderung gibt es einige praktische Überlegungen, die bei einem Fenstertausch wichtig sind. Zunächst sollten Sie klären, ob nur die Fenster ausgetauscht werden oder ob gleichzeitig weitere Maßnahmen wie eine Fassadendämmung oder eine Fassadensanierung sinnvoll sind. Eine koordinierte Planung mehrerer Gewerke kann nicht nur Kosten sparen, sondern auch höhere Fördersätze ermöglichen.
Achten Sie bei der Fensterauswahl nicht nur auf den U-Wert, sondern auch auf weitere Qualitätsmerkmale wie Schallschutz, Sicherheit und Bedienkomfort. Moderne abschließbare Fenstergriffe und zusätzliche Sicherheitsbeschläge erhöhen den Einbruchschutz bei Fenstern deutlich. Auch die spätere Wartung sollte bedacht werden – informieren Sie sich darüber, wie Sie Ihre Fenster richtig einstellen und pflegen können, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Luftfeuchtigkeit nach dem Fenstertausch. Neue, dichte Fenster reduzieren den natürlichen Luftaustausch erheblich, was ohne angepasstes Lüftungsverhalten zu Kondenswasser am Fenster oder sogar zu Schimmel am Fenster führen kann. Planen Sie deshalb idealerweise eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit ein oder achten Sie auf regelmäßiges und richtiges Stoßlüften. Viele moderne Fenster verfügen über integrierte Lüftungsschlitze, die einen Grundluftwechsel auch bei geschlossenen Fenstern ermöglichen.
Regionale Unterschiede und Besonderheiten
Obwohl die KfW-Programme bundesweit einheitlich gelten, gibt es regionale Besonderheiten, die Sie kennen sollten. Einige Bundesländer und Kommunen bieten ergänzende Förderprogramme an, die zusätzlich zur KfW-Förderung genutzt werden können. In Bayern beispielsweise gibt es das 10.000-Häuser-Programm, Baden-Württemberg bietet spezielle Landesförderprogramme und auch viele Stadtwerke unterstützen energetische Sanierungsmaßnahmen mit eigenen Zuschüssen.
Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung, Ihrem Energieversorger und bei regionalen Energieagenturen über zusätzliche Fördermöglichkeiten. Manchmal können durch geschickte Kombination verschiedener Programme deutlich höhere Gesamtförderungen erreicht werden. Ihr Energieberater sollte auch über die regionalen Möglichkeiten informiert sein und Sie entsprechend beraten können. Beachten Sie jedoch immer die jeweiligen Förderrichtlinien genau, um keine unzulässigen Doppelförderungen zu beantragen.

Zukunftsausblick: Entwicklung der Förderung
Die Förderlandschaft für energetische Sanierungen ist dynamisch und wird regelmäßig an politische Zielsetzungen und Haushaltssituationen angepasst. Für die kommenden Jahre ist davon auszugehen, dass die Anforderungen an die energetische Qualität weiter steigen werden, während die Fördersätze mittelfristig tendenziell abnehmen könnten. Der Grund: Je mehr Gebäude bereits saniert sind und je effizienter die Gebäudetechnik wird, desto geringer wird der politische Handlungsdruck und damit möglicherweise auch die Förderbereitschaft.
Aktuell plant die Bundesregierung eine Vereinfachung der Förderlandschaft und eine stärkere Fokussierung auf Gesamtsanierungen gegenüber Einzelmaßnahmen. Es ist also ratsam, geplante Sanierungsvorhaben nicht auf die lange Bank zu schieben. Wer jetzt handelt, kann von den noch relativ großzügigen Förderbedingungen profitieren. Gleichzeitig steigen die Energiepreise tendenziell weiter an, sodass sich Investitionen in Energieeffizienz zunehmend schneller amortisieren.
Checkliste für Ihre KfW-Förderung
Zum Abschluss hier eine praktische Checkliste, die Sie Schritt für Schritt durch den Prozess der KfW Förderung Fenster führt:
- Qualifizierten Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste auswählen und beauftragen
- Bestandsaufnahme und Erstellung eines Sanierungskonzepts durch den Energieberater
- Entscheidung für ein passendes KfW-Programm (Kredit oder Zuschuss, Effizienzhaus oder Einzelmaßnahme)
- Technische Projektbeschreibung vom Energieberater erstellen lassen
- Förderantrag vor Maßnahmenbeginn stellen (über Hausbank bei Krediten, online bei Zuschüssen)
- Förderzusage abwarten – erst dann Aufträge vergeben
- Angebote von qualifizierten Fachbetrieben einholen
- Fenster mit ausreichend niedrigem U-Wert auswählen (max. 0,95 W/m²K)
- Beauftragung und fachgerechte Montage durchführen lassen
- Alle Rechnungen und Nachweise sorgfältig aufbewahren
- Bestätigung nach Durchführung vom Energieberater erstellen lassen
- Unterlagen bei der KfW einreichen und Auszahlung erhalten
Fazit: Lohnt sich die KfW Förderung für Fenster?
Die Antwort lautet in den meisten Fällen: Ja, definitiv. Die KfW Förderung Fenster kann einen erheblichen Teil der Investitionskosten abdecken und macht energetische Sanierungen für viele Hausbesitzer erst wirtschaftlich attraktiv. Bei einem typischen Fenstertausch können Sie mit Förderungen zwischen 3.000 und 10.000 Euro rechnen – je nach Umfang der Maßnahmen und gewähltem Programm auch deutlich mehr. Diese direkte finanzielle Unterstützung, kombiniert mit langfristigen Energiekosteneinsparungen, führt zu Amortisationszeiten, die oft unter 15 Jahren liegen.
Darüber hinaus bietet ein Fenstertausch weitere Vorteile, die sich nicht direkt in Zahlen ausdrücken lassen: mehr Wohnkomfort durch bessere Wärmedämmung und weniger Zugluft, verbesserten Schallschutz, höhere Sicherheit und eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Moderne Fenster tragen auch aktiv zum Klimaschutz bei, indem sie den CO2-Ausstoß Ihres Hauses reduzieren – ein Aspekt, der angesichts steigender CO2-Preise auch finanziell immer relevanter wird.
Wichtig ist jedoch eine sorgfältige Planung und die Einhaltung aller formalen Anforderungen. Die Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Energieberater ist dabei nicht nur formale Voraussetzung, sondern bietet echten Mehrwert durch fachkundige Beratung und optimale Abstimmung aller Maßnahmen. Wer die Schritte gewissenhaft befolgt, vom ersten Beratungsgespräch über die Antragstellung bis zur finalen Abrechnung, kann von der KfW-Förderung optimal profitieren und seine Sanierung zu deutlich günstigeren Konditionen realisieren als ohne staatliche Unterstützung.
Bei Fensterhero unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Fenster für Ihr Sanierungsvorhaben. Unsere hochwertigen Fenster nach Maß erfüllen selbstverständlich alle technischen Anforderungen für die KfW-Förderung. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung und ein unverbindliches Angebot – wir helfen Ihnen dabei, Ihr Sanierungsprojekt erfolgreich und förderfähig umzusetzen.